Bad Hersfeld liest ein Buch: Literatur-Aktion 2012 war ein voller Erfolg

Auch Delius hat’s gefallen

Bürgermeister Thomas Fehling (rechts) war von den im „wortreich“ ausgestellten Arbeiten der Konrad-Duden-Schule zum Delius-Buch sehr angetan. Beim gestrigen Besuch bedankte er sich für das Engagement von Lehrern, Schülerinnen und Schülern. Im Gespräch mit Pauline Winges, Antonia Wegehenkel, Paul Schade und Oliver Kamm (von links) ließ er sich einige der Exponate erklären. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die Literatur-Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“ war ein voller Erfolg – sowohl für die Leser wie auch für den Autoren. Denn Friedrich Christian Delius, mit dessen Roman „Die Frau, für die ich den Computer erfand“ sich die Hersfelder in diesem Jahr ausgiebig beschäftigt hatten, war kaum wieder abgereist, da traf auch schon sein Dankschreiben ein. „Schöne und wichtige Tage“ habe er in Bad Hersfeld erlebt, teilte Delius den Organisatoren in der Stadtverwaltung mit und danke „allen engagierten Beteiligten“.

Auch Dr. Thomas Handke, Vorsitzender der Jury, die Delius’ Buch für die Aktion ausgewählt hatte, sprach am Ende der Veranstaltungsreihe von einer „insgesamt runden Sache“.

Anknüpfungspunkte

Obwohl es zwischenzeitlich ein paar Misstöne gab, als sich Vertreter der Stadt mit den Verantwortlichen des Vereins „sehreich“ über organisatorische Fragen entzweit hatten, fiel die Bilanz von „Bad Hersfeld liest ein Buch 2012“ am Ende uneingeschränkt positiv aus. Denn Delius’ Roman über den Computervater Konrad Zuse bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine vielfältige inhaltliche Auseinandersetzung. Das zeigten vor allem die Beiträge der örtlichen Schulen, die die Aktion außerordentlich engagiert begleiteten. Davon war auch Friedrich Christian Delius beeindruckt und korrigierte seine bisherige Einschätzung, sich als Autor für die Oberstufe zu sehen.

Dass trotz allen Anspruchs, den die Zuse-Geschichte zu bieten hat, auch der Humor nicht zu kurz kommen muss, zeigte unter anderem die Lesung mit Festspiel-Intendant und Jägerschnitzel in Kohlhausen. „Das hat mich richtig begeistert“, sagte Thomas Handke.

Doch auch die ohne großen Aufwand organisierten Lesungen verschiedener Vorleser fanden immer eine dankbare Zuhörerschaft. Das soll im nächsten Jahr nicht anders sein: Kaum war die Abschlussveranstaltung 2012 über die Bühne der Schilde-Halle gegangen, begann die Suche nach einem geeigneten Titel für „Bad Hersfeld liest ein Buch 2013“.

Vorschläge werden bis zum Freitag, 11. Januar, in der Konrad-Duden-Stadtbibliothek, Am Markt 1, 36251 Bad Hersfeld entgegen genommen oder per E-Mail unter bibliothek@Bad-Hersfeld.de.

Dabei sollte es sich um ein Buch eines noch lebenden deutschsprachigen Autors (oder einer Autorin) mit einem Umfang von möglichst nicht mehr als 400 Seiten mit einer Thematik handeln, die mehrere Generationen anspricht.

Von Karl Schönholtz

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