Der japanische Traum: Simon Stache modelte für die Fashion Week in Tokio

Asbach auf dem Laufsteg

„Du läufst wie Heidi Klum“: Simon Stache (Mitte, mit Plakat) inmitten der Designer der Marke „Discovered“, japanischer Modelscouts, Designer, Make Up Artists und Stylisten. Foto: nh

Asbach. Vor etwa vier Wochen hat Simon Stache aus Asbach seine Reise nach Tokio angetreten (wir berichteten). Nun meldete er sich wieder zu Wort, um die Leser auf dem Laufenden zu halten. Der 20-jährige erzählt, er sei von seiner alten Gastfamilie herzlich empfangen worden, „und ich konnte sie nicht davon abhalten, mir wieder die ganze Etage zur Verfügung zu stellen“.

Das erste Casting

Die ersten Tage in Japan als Au Pair verliefen jedoch nicht ganz so gut. Umso überraschter war der etwas geknickte Simon, als ihn plötzlich auf der Straße ein Modelscout mit den Worten „You walk like Heidi Klum – Du läufst wie Heidi Klum“ ansprach.

Ehe er wusste, wie ihm geschah, war Simon zu einem Casting für die berühmte Fashion Week Tokios eingeladen. „Ich modelte vor Designern, Stylisten und Make-Up-Artists, professionelle Models aus der ganzen Welt (Paris, London, Mailand) waren da. Darunter auch ein Deutscher, der Drehbuchautor der Sat1-Serie „K11“. Simon wurde angenommen und gleich drei Modelagenturen nahmen ihn auf, zudem werden nächsten Monat Shootingergebnisse des jungen Mannes in einem japanischen Magazin erscheinen.

Wie im Fernsehen

„Die Fashion Week war wirklich so, wie man es aus dem Fernsehen kennt!“, berichtet Simon. „Alles total hektisch, es reißen einem fünf Japaner gleichzeitig die Klamotten vom Leibe, das Gesicht verschwindet unter einer dicken Make Up-Schicht und nebenbei immer noch das komische Gefühl, dass neben Models aus Paris, New York und Mailand ein „Model aus Asbach“ läuft!“

Und wie geht es jetzt weiter? Zunächst wird Simon dank des verdienten Geldes auf eigenen Beinen stehen und in eine WG ziehen können. Er bleibt gespannt, welche Überraschungen die fremde Kultur noch für ihn bereit hält.

„Ich denke trotzdem oft an meine Heimat, meine Freunde und Familie und gerade in der Lollszeit wäre ich am liebsten in Hersfeld gewesen“, sagt Simon und sendet allen Hersfeldern ein Stück von seinem japanischen Traum nach Deutschland.

Von Christina Pistor

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