Kein Etat für Reparaturen – Bürgermeister Lüdtke bietet Hilfe an

Ars-Natura-Stiftung geht das Geld aus

Hersfeld-Rotenburg. Ein touristisches Aushängeschild der Region bröckelt. Mehrere der 350 Kunstwerke auf dem 300 Kilometer langen Kunstwanderweg Ars Natura, der von Kassel bis Niederaula reicht, sind beschädigt oder entfernt worden. Das Problem: „Die Ars-Natura-Stiftung hat zu wenig Geld, um Kunstwerke zu erneuern“, sagt der Vorsitzende Sandrino Sandinista Sander.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg verläuft der Weg über Alheim, Rotenburg, Ludwigsau und Bad Hersfeld nach Hauneck. Hier wurden noch keine gravierenden Schäden festgestellt.

„Die Stiftung arbeitet daran, einen größeren Jahresetat zu bekommen“, erklärt Sander. Die Stiftung lebt in erster Linie von den Zinsen ihres Stammkapitals, das sich auf 120 000 Euro beläuft. „Bei den derzeitigen Zinssätzen kommen da jährlich nicht mehr als 2000 Euro raus“, erklärt Sander. Deshalb ist die Stiftung auf Sponsoren angewiesen. Je nach Kunstwerk und Schaden könnten maximal bis zu 3000 Euro Kosten entstehen. „Wenn wir den Ars Natura erhalten wollen, brauchen wir eine Förderung von anderer Stelle.“ Derzeit erhält die Stiftung weder Geld vom Land noch von den Kommunen, durch die der Kunstwanderweg verläuft.

Weil der Kreis Hersfeld-Rotenburg zuletzt an den Wanderweg angeschlossen wurde, sind die Kunstwerke hier „relativ neu“, erklärt Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann. Über Schäden ist ihn nichts bekannt. Er vertraut zudem auf eine gewisse „Achtung vor der Kultur“.

Auch Georg Lüdtke, der Bürgermeister von Alheim, hat keine großen Probleme mit beschädigten Kunstwerken. „Bei uns läuft das alles sehr gut“, sagt Lüttke. Zugleich bietet er aber der Stiftung Hilfe bei Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen etwa durch den Bauhof an. „Das sollte eigentlich jeder Gemeinde möglich sein“, meint Alheims Bürgermeister.

Darauf setzt auch die Ars Natura Stiftung, beklagt aber, dass manche Arbeiten monatelang liegen bleiben. (jul/kai)

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