FDP-Politiker üben scharfe Kritik am Aus für Lullus-Sportpark – Finanzbelastung für Stadt bleibt gleich

„Armutszeugnis und Bärendienst“

Bernd Böhle

Bad Hersfeld. Die FDP-Fraktion im Stadtparlament hat die die Ablehnung des Lullus-Sportparks durch SPD/Grüne und Fraktionsgemeinschaft scharf kritisiert. Das Projekt sei zu einem Spielball politischer Interessen geworden. Zudem blieben die Kosten für die Sanierung der maroden Sportanlagen an der Oberau für die Stadt vermutlich gleich hoch.

Beispielhaft für Hessen

„Der Lullus-Sportpark stellte eine attraktive Verknüpfung von Leistungs- und Breitensport dar“, sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Böhle. Das Projekt wäre beispielhaft für ganz Hessen gewesen. Böhle dankt den vielen engagierten Bürgern, insbesondere Manuela Schmermund und der Stadtverwaltung, für ihren Einsatz für den Sportpark.

Das Projekt hätte ein Gesamtvolumen von vier Millionen Euro gehabt, wobei die Hälfte der Kosten das Land Hessen getragen hätte. Durch diese Förderung hätte der Eigenanteil der Stadt zwei Millionen Euro betragen, erinnert die FDP in einer Pressemeldung.

Die von SPD, Grünen und Fraktionsgemeinschaft nun angestrebte „kleine Lösung“ der Sanierung städtischer Liegenschaften werde gemäß der aktuellen Kalkulation der städtischen Fachbereiche, auch etwa zwei Millionen Euro betragen. Fördermittel vom Land Hessen gebe es dafür jedoch keine.

Armutszeugnis

Somit blieben die tatsächlichen Kosten gleich, einen Sportpark habe die Stadt aber nicht. Die Rechtfertigungsversuche der dafür verantwortlichen Stadtverbände seien ein Armutszeugnis, erklärt der FDP-Abgeordnete Frank Berg. „Den Vereinen in Bad Hersfeld und allen Freizeitsportlern hat man aus politischem Kalkül einen Bärendienst erwiesen.“ (red/kai)

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