Bad Hersfelder Sozialausschuss informierte sich in der Bahnhofsmission

Von Armut und Einbruch

Der Sozialausschuss in der Kleiderkammer der Bahnhofsmission. Mit roter Mappe in der Bildmitte: Bürgermeister Thomas Fehling. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die Arbeit der Bahnhofsmission, eine Einbruchsserie in der Kindertagesstätte „Rasselbande“ und die Arbeit der Stadtjugendpflege – das war der breit gefächerte Themen-Mix, mit dem sich der Ausschuss für Soziales und Sport der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung beschäftigte.

Mit dem Besuch der örtlichen Bahnhofsmission setzte das Gremium seine Informationsreise durch sozial relevante Einrichtungen, Organisationen und Unternehmungen fort. Dass sich die von der Kirche betriebene und von der Bahn unterstützte Mission heute weniger um das Seelenheil bemüht als um pragmatische Hilfe für gestrandete Reisende und Obdachlose – die Ausschussmitglieder nahmen bei einem Gang durch Aufenthaltsraum und Kleiderkammer einen Eindruck von der überwiegend ehrenamtlichen Arbeit mit alltäglicher Armut mit.

Bei der Fortsetzung der Sitzung in der Stadthalle ging es zunächst um die Einbrüche in die Kita im Helfersgrund. Dreimal innerhalb von sieben Monaten – das verlangte Gegenmaßnahmen. Die Aufrüstung der Eingangstür hatte allerdings zur Folge, dass beim dritten Fall eine Scheibe eingeschmissen wurde. Die Fenster sollen nun durch eine aufgeklebte Folie so gesichert werden, dass ein problemloser Einstieg nicht mehr möglich ist.

Über weitere Maßnahmen wie etwa die Installation einer Alarmanlage wird noch beraten. Sichergestellt ist jedoch, dass sich nächtens und am Wochenende nichts Stehlenswertes mehr in den Räumlichkeiten befindet – nicht einmal die paar Euro in der Kaffeekasse.

Edgar Steube, Leiter des Fachbereichs Generationen, legte wie gewohnt einen ausführlichen Bericht zur Arbeit der Stadtjugendpflege vor.

Steube ging dabei vor allem auf die veränderten Anforderungen ein, die durch immer mehr Nachmittagsunterricht in den Schulen begründet sind. Die Stadtjugendpflege müsse sich entweder zeitlich danach richten oder in die Schulen gehen, sagte Steube.

Im Übrigen konnte das umfangreiche Freizeitangebot mit Spiel, Sport, Musik und Bildung auch im vergangenen Jahr aufrecht erhalten werden.

Von Karl Schönholtz

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