Vor Argentinien-Spiel: Polizei ermahnt Fans

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Autofahrer und Zuschauer müssen auch heute Gesetze einhalten

Hersfeld-Rotenburg. Heute werden wieder Tausende das Spiel gegen Argentinien verfolgen – und nach einem Sieg ihrer Freude freien Lauf lassen. Doch bei aller Euphorie warnt jetzt die Polizei: die WM ist kein Freibrief für Gesetzesübertretungen.

Zwar haben sich bisher im Landkreis noch keine schweren Unfälle ereignet, beispielsweise bei Autokorsos. Anstößiges Verhalten von Zuschauern hat es jedoch schon gegeben, etwa in der Biber-Arena in Bebra. Und auch die Autokorsos durch Bad Hersfeld, Rotenburg und andere Orte sind nicht immer im Einklang mit der Straßenverkehrsordnung verlaufen. „Es darf niemand gefährdet werden – egal, welche Mannschaft gerade spielt oder gewinnt“, sagt deswegen Polizeisprecher Manfred Knoch. „Der Autokorso beinhaltet keine Erlaubnis für das Fahren über eine rote Ampel“, sagt er. Deswegen müssten sich alle Beteiligten bei allem berechtigten Jubel an einige Grundregeln halten – siehe Hintergrund.

Hupkonzerte verboten

Die Beeinträchtigung anderer müsse auf ein zumutbares Maß reduziert werden. „Wir werden je nach Lage Präsenz zeigen“, kündigt Knoch schon einmal vorsorglich an. Nächtliche, lang anhaltende „Hup-Konzerte“ würden beispielsweise nicht geduldet. Aber auch die Passanten müssten sich an Gesetze halten.

Ein Auge zudrücken bei Autokorsos wollen die Ordnungshüter hier und anderswo allerdings vielleicht doch. „Auch wir sind Fußball-Fans und hoffen natürlich auf ein Weiterkommen unserer Mannschaft“, sagt Polizeisprecher Manfred Knoch.

Stefan Knoche von der Bebraer Stadtentwicklung setzt darauf, dass sich die Fans beim und nach dem Spiel gegen Argentinien angemessen verhalten. Die Auswüchse auf dem Rathausplatz in Bebra nach dem Ghana-Spiel – wir berichteten mehrfach – sind bei ihm noch allzu gut in Erinnerung ZUM TAGE

HINTERGRUND

Von Philipp David Pries

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