Manfred Schaake über die Stromnetze

Arbeitsplätze in Gefahr

Natürlich kann Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt den Städten und Gemeinden nur eine Empfehlung geben. Die Kommunalparlamente entscheiden über die künftigen Betreiber der Stromnetze. Doch das Wort des Landrats hat Gewicht. Er sitzt im Aufsichtsrat der E.ON Mitte. Und er ist zuständig für die Kommunalaufsicht. Und die könnte bei stark überschuldeten Städten und Gemeinden den Kauf von Stromnetzen auch kappen. Immerhin steht finanziell einigen Kommunen das Wasser nicht nur bis zum Halse, sondern schon bis zu den Augen.

Dem Landrat geht es vor allem um die Versorgungssicherheit. Das ist das Wichtigste. Und die Sicherheit ist natürlich bei der E.ON in guten Händen. Wobei einige Bürgermeister beklagen, dass die E.ON bei weitem nicht mehr das ist, was die gute alte EAM einst mal war. Immerhin wären bei der E.ON, die auch viele Vereine und Einrichtungen finanziell unterstützt, Arbeitsplätze in Gefahr, wenn sich Kommunen für andere Netzbetreiber entscheiden oder das selbst in die Hand nehmen wollen. Das dürfte teurer werden als bisher. mas@hna.de

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