Quote weiter auf Rekordtief von 4,7 Prozent – 3 Arbeitslose mehr

Arbeitsmarkt bleibt stabil im Aufschwung

Hersfeld-Rotenburg. Der Arbeitsmarkt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bleibt weiterhin stabil, die Quote unverändert bei 4,7 Prozent, obwohl die Agentur für Arbeit im Dezember einen geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnete.

2886 Frauen und Männer waren im Dezember arbeitslos gemeldet. Das sind drei mehr als im November, aber 941 Arbeitslose weniger als noch vor einem Jahr. Matthias Oppel, der Leiter der Agentur, sprach deshalb erneut von einem Rekordtief für den Dezember, meint aber, dass es gewagt wäre, von Vollbeschäftigung zu reden.

„Ich freue mich, dass die Arbeitslosenzahlen trotz des Wintereinbruchs kaum gestiegen sind“, stellte Oppel fest. Aufgrund des ausgeglichenen Arbeitsmarktes in der Region hätten Entlassungen in den Außenberufen abgefangen werden können. Üblicherweise stiegen die Arbeitslosenzahlen im Winter stärker an, da Außenarbeiten, vor allem in Branchen wie dem Bau oder der Landwirtschaft, eingestellt werden müssten. Betroffen waren folglich ausschließlich Männer. Ihre Zahl stieg im Dezember um 49 Personen auf 1394 an, berichtete der Agenturleiter. Diese Zahl sei jedoch relativ niedrig, denn im Dezember 2009 seien noch gut 520 Männer mehr wegen des Wintereinbruchs entlassen worden.

Sehr zufrieden ist Oppel beim Rückblick auf das gesamte Jahr 2010. „Entgegen der Prognosen hat sich der Arbeitsmarkt in unserer Region im letzten Jahr sehr positiv entwickelt. Nachdem die Kurzarbeit zunächst noch stabilisierend wirkte, hat diese in der zweiten Jahreshälfte an Bedeutung verloren“, zieht er Bilanz. Im Jahresdurchschnitt waren im vergangenen Jahr im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 3710 Menschen arbeitslos gemeldet. Die günstigste Prognose ging von einem Jahresschnitt von 4900 aus. Einen relativ großen Anteil an dem Erfolg habe Amazon gehabt, macht Oppel deutlich.

2. lokalseite

Von Christine Zacharias

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