Kräfte an einem Ort bündeln

Arbeitsagentur und Kreis eröffnen Büro für Flüchtlinge

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Gebündelte Unterstützung für Flüchtlinge: Das neue Arbeitsmarktbüro betreiben Landkreis und Agentur für Arbeit seit Donnerstag gemeinsam. Unser Bild zeigt – von links – Arbeitsvermittler Martin Vogel, Asyl-Vermittlerin Christine Westermann, Vizelandrätin Elke Künholz und Arbeitsagenturchef Waldemar Dombrowski.

Hersfeld-Rotenburg. Eine zentrale Arbeitsmarkt-Anlaufstelle für Flüchtlinge - die haben der Landkreis Hersfeld-Rotenburg und die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda geschaffen.

Das gemeinsame Arbeitsmarktbüro ist am Donnerstag eröffnet worden. Untergebracht ist es zurzeit im dritten Stockwerk der Agentur für Arbeit an der Bad Hersfelder Vitalisstraße. Nach Umbauarbeiten soll die Anlaufstelle später ins Erdgeschoss nahe an den Empfangsbereich der Agentur rücken.

Ziel der neuen Einrichtung ist es, Menschen mit Fluchthintergrund frühzeitig in den regionalen Arbeitsmarkt zu integrieren. Dafür wollen mit Christine Westermann vom Fachdienst Migration und Martin Vogel von der Arbeitsagentur zunächst jeweils ein Mitarbeiter aus beiden Häusern in Kooperation sorgen. Eine weitere Stelle soll zur personellen Verstärkung später hinzukommen.

„Mit dem gemeinsamen Arbeitsmarktbüro bieten wir, unabhängig von der Zuständigkeit, Flüchtlingen und Migranten mit guter Bleibeperspektive eine erste Orientierung und Beratung an“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Viele Flüchtlinge würden gerne so schnell wie möglich arbeiten und benötigten dazu kompetente und ganzheitliche Unterstützung, damit sie ihre Fähigkeiten zeigen und am Arbeitsmarkt umsetzen können. Oberstes Ziel sei es, das Können und Wissen von Flüchtlingen und Migranten für eine qualifizierte Tätigkeit zu identifizieren und durch Qualifizierung auszubauen. Man wolle auch für den Personenkreis der Flüchtlinge das Prinzip des Förderns und Forderns konsequent anwenden“, sagt Dombrowski.

„Das bringt unsere bereits sehr gute Zusammenarbeit einen großen Schritt voran“, erklärt Elke Künholz, Sozialdezernentin des Kreises. Das Wissen der Kooperationspartner zusammenzubringen helfe bei der Integration der Menschen und stärke die Region. (pgo)

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