Landkreis macht gute Erfahrungen mit Integration von Flüchtlingen

Arbeit hilft Migranten und spart viel Geld

Hersfeld-Rotenburg. Gute Erfahrungen hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg damit gemacht, Flüchtlinge zu qualifizieren und in Arbeit zu vermitteln. Das berichtet Frank Hildebrand, der Leiter des Fachdienstes Migration, bei einem Treffen des Netzwerks Integration.

Im Projekt „Interkulturelles Fallmanagement“ wurden während der 25 Monate Laufzeit rund 400 Personen aktiviert, berichtete Hildebrand. Mehr als 90 wurden auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt, 110 Teilnehmer besuchten Qualifikationskurse und weitere 95 nahmen an Förderprogrammen teil.

Hildebrand sprach hier von einer „Win-Win“-Situation. Die Migranten profitierten von einer sinnvollen Tagesstruktur durch die Berufstätigkeit. Der Kreis erzielte Einsparungen in Höhe von 200 108 Euro.

Der Landkreis habe sich gezielt auf Integrationsmaßnahmen zum Erwerb der deutschen Sprache, die soziale Integration und die Eingliederung in die Arbeitswelt ausgerichtet, berichtete Hildebrand. Seit Oktober 2008 beteiligt sich der Kreis am Projekt Interkulturelles Qualifizierungsmanagement, das vom Bundesarbeitsministerium und dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird und das bis Ende 2013 läuft.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Sprache. Die Flüchtlinge besuchen deshalb Sprachkurse auf verschiedenen Ebenen, dazu Kurse zum Kennenlernen des Sozialraumes und zur Arbeitsförderung.

Dabei hat man im Kreis die Erfahrung gemacht, wie wichtig eine Förderung von Anfang an ist. Da seien die Flüchtlinge noch motiviert und hätten ein großes Interesse daran, sich zu etablieren und voranzukommen, erklärte Antje Kulke vom Fachdienst für Migration. Seien sie erst durch ein sich jahrelang hinschleppendes Asylverfahren frustriert und hätten resigniert, sei es weitaus schwerer, die Menschen zu motivieren.

Hintergrund/Zum TAge

Von Christine Zacharias

Kommentare