Der Ansturm im Frühnebel - Festspiele 2012: Vorverkauf lief gut an

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Zum Vorverkauf installierten gestern die Bühnenmeister Harald Koblenz und Guido Gelbert die neuen Mega-Prints. Foto: Hornickel

BAD HERSFELD. Schon um 9.10 Uhr am gestrigen Donnerstag hatte sich die Lage beruhigt: Die eifrigsten Freunde der Bad Hersfelder Festspiele hatten es ins Innere der Touristeninformation am Lichtplatz geschafft.

H I N T E R G R U N D
Festspiele: Das wird 2012 gespielt

Mit dem Musical-Evergreen „Anatevka“ und der Shakespeare- Tragödie „König Lear“ mit Volker Lechtenbrink in der Titelrolle stehen zwei populäre und bereits in der Stiftsruine bewährte Stücke auf dem Spielplan der Bad Hersfelder Festspiele 2012. Als dritte Neuinszenierung wird eine Dramatisierung des Romans „Der Zauberberg“ von Thomas Mann gezeigt. Desweiteren werden zwei erfolgreiche Produktionen der vergangenen Saison wieder aufgenommen: Zum einen der Kloster-Krimi „Der Name der Rose“ und zum anderen das bei den Festspielen zum Musical gewachsene Familienstück „Das Dschungelbuch“. Im Kleinen Freilichttheater Schloss Eichhof wird die als „Songdrama“ bezeichnete Komödie „Ewig jung“ von Erik Gideon aufgeführt. In der Schilde-Halle stehen „Der Untergang der Titanic“ von Hans Magnus Enzensberger, der Liederabend „Hast Du etwas Zeit für mich...“ sowie die Wiederaufnahme von „Draußen vor der Tür“ auf dem Programm. Die Festspiele 2012 dauern vom 15. Juni bis zum 5. August. (ks)

Am Ende der Schlange warteten guter Dinge Gert und Liselotte Hermstein aus dem Bebraer Stadtteil Solz darauf, ins Warme und an die Tresen mit den Ticketverkäuferinnen zu kommen.
Aus Bebra reiste das Ehepaar in die Kreisstadt, um an Karten für das Kleine Freilichttheater im Schloss Eichhof zu gelangen. In diesem Jahr hatten sie beim Versuch, Karten zu ergattern, in die Röhre geguckt.

Schon wesentlich weiter beim Anstehen war Günter Schaub aus Bad Hersfeld, der für seine Mitschüler aus dem Abiturjahrgang 1959 der Alten Klosterschule zwölf gute Plätze für das Musical Anatevka am 4. Juli abholen wollte. Seit 7.30 Uhr hatte Schaub angestanden. Schon seit 4 Uhr in der Frühe hatten sich „die üblichen Verdächtigen“ vor der städtischen Kartenzentrale aufgebaut. Beispielsweise die über 80-jährige Gusti Brückmann aus dem Raum Melsungen.

Die acht Mitarbeiterinnen in der Kartenzentrale kennen ihre treuesten Kunden bereits. Unterstützt wurden die Ticketverkäuferinnen aus dem Team der Stadtverwaltung durch das mit fremden Kräften besetzte Call-Center im Fruchtmagazin. Dort werden Reservierungen per Anruf oder E-Mail noch das ganze Jahr über angenommen.

Eine erste Wasserstandsmeldung darüber, wie sich der Vorverkauf angelassen hat, gibt es frühestens am Beginn der nächsten Woche. Dennoch waren aus dem Stimmengemurmel die mutmaßlichen „Renner“ herauszuhören: Anatevka und Lechtenbrink wurden oft und gerne gekauft. Der frühere Intendant kommt als König Lear 2012 zurück. Derweil wurden an den Werbegerüsten auch die ersten Werbeplakate für 2012 verzurrt. An den Eingängen der Stadt wird erst in der nächsten Woche auf die neue Spielzeit umdekoriert, was aber nicht am Druck der Mega-Prints oder an den Monteuren lag, wie Bühnenmeister Koblenz sagt. (kh)

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