Frauenfußball-WM: Kein Public Viewing – Einzelhandel hofft

Vor dem Anpfiff herrscht Zurückhaltung

Hersfeld-rotenburg. Mit dem Spiel gegen Kanada beginnt für Gastgeber und Titelverteidiger Deutschland am morgigen Sonntag in Berlin die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen.

In unserem Landkreis läuft das Geschäft mit dem Frauenfußball derweil noch nicht rund. Während sich der regionale Einzelhandel im Sportsegment durchaus einiges vom Geschäft mit Trikots und Merchandising-Artikeln verspricht, kann mit einer Mobilisierung der Massen in unserem Kreis nicht gerechnet werden. So wird es in Bad Hersfeld bei der Frauen-WM kein Public Viewing geben.

„Wir vom Stadtmarketing haben nichts Großes geplant“, erklärt Philipp Kaufmann, der Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins. „Einzelne gastronomische Betriebe werden Angebote für das gemeinsame Fußballschauen unterbreiten“, vermutet Kaufmann. Doch Public Viewing im Jahnpark etwa, wie zuletzt bei der EM 2008 oder der WM 2010 der Männer, sei zu keiner Zeit ein Thema gewesen. Auch das Göbels Hotel Rodenberg in Rotenburg verzichtet auf Public Viewing, heißt es auf Anfrage.

In den Hersfelder Gaststätten Klosterbrunnen, Klosterschänke, Sportcafé, Sportlereck und Summer-Cohibar kann man derweil gemeinsam Fußball schauen.

Was den Verkauf von Fanartikeln anbelangt, gibt man sich beim Hersfelder Mode-Centrum Sauer zurückhaltend. „Der Umsatz wird natürlich nicht mit dem der Männer-WM zu vergleichen sein“, sagt Andreas Strauch aus der Sportabteilung. Er rechnet aber damit, dass sich das Interesse an den Artikeln im Lauf der WM steigern wird. Bislang habe man aus dem breiten Fan-Sortiment eher Kleinigkeiten wie Autofahnen verkauft. Auch bei Intersport Schild in Rotenburg ist das Geschäft noch nicht angelaufen, heißt es auf Anfrage.

Übrigens: Sportartikelhersteller adidas rechnet mit einem Umsatz von zehn bis 15 Prozent der Männer-WM 2006.

Zum Tage, LOKALSEITE 3

Von Sascha Herrmann

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