Rotenburgerin wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Nach Messerattacke: Angeklagte sagt, sie wollte ihren Freund nicht töten

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Heringen/Fulda. Weil sie im Streit mit einem Küchenmesser in Heringen auf ihren Freund einstach, muss sich seit Dienstag eine 23-jährige Frau aus Rotenburg vor dem Landgericht in Fulda verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der jungen Frau versuchten Totschlag vor (wir berichteten).

Die Angeklagte räumte die Tat vor der Schwurgerichtskammer zwar ein, sagte aber, sie habe ohne Tötungsabsicht und in einem Reflex in der Wohnung ihres 27 Jahre alten Freundes gehandelt.

Staatsanwalt Harald Reith hingegen warf ihr in der Anklage vor, sie habe den Tod ihres Freundes billigend in Kauf genommen.

Am 14. Dezember 2013, dem Tag der Tat, stritt das Paar, setzte sich dann aber doch gemeinsam aufs Sofa, um fernzusehen. Sie hatten beide viel Alkohol getrunken - bei ihm wurden später 1,78 Promille gemessen - und Cannabis geraucht. Vor den beiden stand ein Tischchen, auf das der Freund Wurst und ein Küchenmesser gelegt hatte. Gegen 19.30 Uhr eskalierte die Lage und es kam zu den Messerstichen. (vn)

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