5. Deutscher Behindertentag Bad Hersfeld: Verein für Sport und Gesundheit ist dabei

Angebot ist zertifiziert

Downsportgruppe: Im Verein für Sport und Gesundheit haben auch geistig behinderte Menschen die Möglichkeit, sich zu betätigen.

Bad Hersfeld. Ein vielschichtiges Betätigungsfeld zeichnet den Bad Hersfelder Verein für Sport und Gesundheit (BVSG) aus, der ebenfalls beim 5. Deutschen Behindertentag am 13. August in der Festspielstadt mit von der Partie ist. Der Zusammenschluss war 1956 von Dr. Reinhard Auel als Versehrten- und Behindertensportverein ins Leben gerufen worden.

Auel, selbst beinamputierter Kriegsversehrter, hatte die Versehrtensportgruppe mit dem Ziel gegründet, dass sich die Mitglieder durch sportliches Training fit und gesund halten sollten. Gymnastikstunden und Schwimmen waren die ersten Sportarten, die angeboten wurden.

1975 wurde durch Dr. Helwig Ritter, damals Oberarzt im Klinikum Bad Hersfeld, die Herzsportgruppe gegründet, die damals eine der ersten in ganz Hessen war. 2009 wurde der Name in BVSG geändert, dem inzwischen sehr viele Gruppen angehören. Mitmachen können alle Menschen, die an einer Erkrankung des Herzens (Herzklappenfehler, Gefäßerkrankung) leiden oder an orthopädische Beschwerden. Sie können sich von ihrem behandelnden Arzt die notwendige Verordnung ausstellen lassen: - 90 Stunden in den Herzgruppen und 50 Stunden in den orthopädischen Gruppen. Die Kosten werden von der jeweiligen Krankenkasse übernommen.

Die vom Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V. (HBRS) zertifizierten Gruppen werden von speziell ausgebildeten und lizenzierten Übungsleitern geführt. In der Herzsportgruppe ist immer ein Arzt dabei. Und: Spaß haben und soziale Kontakte knüpfen – auch dies kommt nicht zu kurz. (bl)

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