Streik beim Versandhändler geht weiter

Amazonier zeigen Flagge in Bad Hersfeld

Auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht haben die streikenden Amazonier  am Dienstagmorgen in der Bad Hersfelder Innenstadt. Dort zogen sie mit Flaggen, Trillerpfeifen und Info-Flyern für die Passanten durch die Fußgängerzone und rund um den Marktplatz.

Schon gestern hatte die Gewerkschaft Verdi zur erneuten Arbeitsniederlegung an beiden Standorten in Bad Hersfeld im Kampf für einen Tarifvertrag, wie er im Einzel- und Versandhandel üblich ist, aufgerufen (wir berichteten). Amazon ist jedoch weiterhin nicht gesprächsbereit. Auch an anderen Amazon-Standorten in Deutschland haben Beschäftigte die Arbeit niedergelegt.

"Unterstützen Sie unseren Arbeitskampf", schreiben die Streikenden auf ihrem Flyer. Michael Röhling, der von Anfang an bei den Streikaktionen dabei ist und auch am Dienstag mit seinen Kollegen unterwegs war, arbeitet seit sechs Jahren bei Amazon. Er möchte "Druck machen", um zu zeigen, "dass da was nicht stimmt".

Seit April 2013 wird immer wieder gestreikt, bislang gibt es allerdings noch keinerlei Annäherung im Tarifstreit zwischen dem Online-Versandhändler und Verdi. Als erste kleine Erfolge wertet die Gewerkschaft jedoch Lohnerhöhungen und das erstmals ausgezahlte Weihnachtsgeld.

Nach einem Beschluss der Streikversammlung soll der Arbeitskampf zunächst bis Mittwochabend fortgesetzt werden. Amazon betont, dass der Streik keine Auswirkungen für die Kunden hat. Die verbliebenen Mitarbeiter arbeiteten zuverlässig daran, alle Kundenversprechen einzulösen. (nm)

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