Beschäftigte zeigen Solidarität auch in Polen

Bei Amazon wird wieder gestreikt

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Bad Hersfeld. Mit Beginn der Nachtschicht um Mitternacht am Montag sind die Beschäftigten der beiden Amazon-Verteilzentren in Bad Hersfeld von der Vereinigten Dienstleistungs-Gewerkschaft (Verdi) zum Streik aufgerufen worden. Der zweitägige Streik dauert bis Dienstag, 3. Mai zum Ende der Spätschicht an. Auch an mehreren anderen Standorten wird gestreikt.

Zugleich ist eine Gruppe von rund 60 Amazon-Beschäftigten aus Bad Hersfeld und Leipzig nach Wroclaw (Breslau) in Polen gereist. Sie bekundeten dort ihre Solidarität im Kampf für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. „Wir fordern gute und gesunde Arbeitsbedingungen, existenzsichernde und tariflich verbindlich vereinbarte Löhne und Gehälter für alle Beschäftigten bei Amazon“, sagte die für den Standort Bad Hersfeld zuständige Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. Verdi und die Amazon-Beschäftigten kämpfen seit nunmehr drei Jahren für die Anerkennung der Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels, was Amazon bisher kategorisch ablehnt. Die Arbeitsniederlegungen hätten keinen Einfluss auf die „Einhaltung unseres Kundesversprechens“, heißt es in einer Pressemitteilung von Amazon. Die überwiegende Mehrheit der mehr als 11 000 Mitarbeiter arbeite regulär. Lediglich 530 Mitarbeiter hätten sich am Montag an den Aktionen beteiligt. (red/zac)

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