Heute ist gemeinsame Demonstration geplant

Bei Amazon wird weiter gestreikt

Bad Hersfeld/Leipzig. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi macht weiter Druck auf Amazon. Das teilt die Gewerkschaft jetzt mit. An den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld sind die Beschäftigten seit gestern in einem dreitägigen Streik.

Seit Beginn des Jahres übt ver.di mit unterschiedlichen Aktionen und Streiks verstärkt Druck auf Amazon aus, um einen Tarifvertrag durchzusetzen. Bei dem Online -Versandhändler gibt es bisher keine Tarifbindung. Das Unternehmen zahlt nach einem firmeneigenen Vergütungssystem, das deutlich unter den Tarifen des Einzel- und Versandhandels liegt.

Bernhard Schiederig, Streikleiter und Verhandlungsführer für Verdi in Bad Hersfeld: „Es kann nicht hingenommen werden, dass Amazon keine Tarifverträge anwendet und sich zu Lasten der Beschäftigten Konkurrenzvorteile verschafft.“

Bad Hersfeld und Leipzig sind die ältesten Versandzentren von Amazon in Deutschland. Inzwischen gibt es sechs weitere Standorte in Werne, Rheinberg, Koblenz, Graben, Pforzheim und in Brieselang.

Verdi will die Beschäftigten standortübergreifend besser miteinander vernetzen. Als ein Schritt in diese Richtung ist heute eine gemeinsame Demonstration der Streikenden von Bad Hersfeld und Leipzig vorgesehen. Außerdem finden erstmalig an fast allen Amazon-Standorten Solidaritätsaktionen statt. (red/zac)

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