Versandhändler weist Gerüchte zur Aufgabe des Logistikzentrums am Eichhof zurück

Amazon steht zu Standorten in Bad Hersfeld

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Der Ursprung: Das Amazon-Logistikzentrum am Eichhof war 1999 das erste in Bad Hersfeld. Gerüchte, das Werk soll geschlossen werden, weist der Versandhändler klar zurück. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Für Aufregung hat das Gerücht gesorgt, der Versandhändler Amazon wolle seinen Standort am Eichhof in Bad Hersfeld aufgeben. Amazon-Pressesprecher Stefan Rupp weist derartige Pläne jedoch entschieden zurück. „Das kann ich ganz klar verneinen“, sagt Rupp, der sich überrascht gibt. Das Unternehmen befinde sich weiter auf Wachstumskurs, und Schließungen seien weder in Bad Hersfeld noch anderswo geplant, erklärt der Pressesprecher auf Anfrage.

Mit dem Werk am Eichhof hat sich Amazon 1999 in Bad Hersfeld angesiedelt, es ist eines der ältesten Amazon-Logistikzentren Deutschlands. Das zweite Werk an der Amazonstraße kam erst 2009 hinzu. Konkrete Angaben zum Vermieter und zum Vertrag macht der Versandhändler nicht, der bestehende Vertrag laufe aber noch eine „geraume Zeit“.

Möglicherweise seien die Gerüchte um eine mögliche Schließung aus der Belegschaft des Logistikzentrums gekommen, denn dort gibt es laut Rupp derzeit einige „saisonbedingte Verschiebungen“ von Mitarbeitern in das zweite Werk an der Amazonstraße.

Die Gerüchteküche angeheizt hat darüber hinaus offenbar ein geplantes Treffen der Kreis-CDU mit Amazon-Manager Robert G. Marhan, der den Standort Amazonstraße leitet. Marhan wird am Donnerstag mit Vertretern der Kreistagsfraktion und des Vorstands sprechen. „Das ist ein ganz allgemeines Informationstreffen mit einem der größten Arbeitgeber in der Region“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl, den die Gerüchte irritieren.

„Wir planen, regelmäßig Vertreter des öffentlichen Lebens zu einem Gedankenaustausch einzuladen“, erläutert der CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck, der die Zusammenkunft organisiert hat, und betont: „Ich freue mich sehr, dass Herr Marhan zugesagt hat.“

Im Gespräch ist Amazon seit rund einem Jahr immer wieder auch wegen der Streiks für einen Tarifvertrag. (nm)

Von Nadine Maaz

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