Führung durch das Logistikzentrum an der Amazonstraße - Amerikanischer Generalkonsul zu Gast

Amazon startet Besucher-Offensive in Bad Hersfeld

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Sein neues Besucher-Programm stellte Amazon am Standort Bad Hersfeld vor. Dabei war auch der amerikanische Generalkonsul Kevin C. Milas (hinten in der Mitte mit roter Krawatte). Vorn im Bild Standortleiter Norbert Brandau.

Bad Hersfeld. Der schlichte Name ist Programm: Unter dem Titel „Amazon besuchen“ bietet der Online-Händler ab sofort auch am Standort Bad Hersfeld offizielle Führungen für jedermann an.

Vorgestellt wurde das Besucher-Programm am Freitag vor Vertretern aus der Politik und den Medien. Bisher war die Informationspolitik Amazons eher zurückhaltend, nun geht man in die Offensive.

In Graben bei Augsburg gibt es solche Führungen bereits seit Februar, in Koblenz seit Juni. Begonnen wurde mit dem Programm an sechs Standorten in den USA. „Das Interesse bei einem breiten Publikum vom Schüler bis zum Rentner ist groß, und die Reaktionen sind positiv“, so Stefan Rupp aus der Presseabteilung. In Bad Hersfeld hoffe man nun auf ähnlichen Erfolg.

Als Ehrengast war gestern der amerikanische General-Konsul Kevin C. Milas dabei. Die Erfolgsgeschichte Amazons sei eine „uramerikanische“, erklärte er, angestoßen von „ein paar Jungs in einer Garage“. „Ich bin begeistert, dass Amazon in Bad Hersfeld jetzt seine Türen für Besucher öffnet“, versicherte Milas. Amazon sei ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland und Amerika ein sehr wichtiger Handelspartner für Hessen.

Selbst für Abgeordnete sei es noch vor einigen Jahren schwierig gewesen, jemanden von Amazon ans Telefon oder zu Gesicht zu bekommen, erinnerte sich der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. „Aber das hat sich Gott sei Dank geändert.“

Der Kreisbeigeordnete Heinz Schlegel beglückwünschte Amazon zu der neuen Initiative, die umsetze, was Marketing-Experten schon seit langem empfehlen. „Mehr Information sorgt für mehr Verständnis“, so Schlegel.

Bad Hersfelds Erster Stadtrat Dr. Rolf Göbel erinnerte an die Anfänge Amazons in Hersfeld, und betonte, dass die Stadt für die Ansiedelung des Unternehmens damals viel Geld in die Hand genommen habe. „Gut investiertes Geld“, wie Göbel meint. (nm)

Online informieren und anmelden

Amazon betreibt in Bad Hersfeld zwei Logistikzentren, von denen Kunden in ganz Deutschland und in Europa beliefert werden. Das FRA 1 am Eichhof ist das älteste Amazon-Logistikzentrum Deutschlands. Es wurde 1999 eröffnet und umfasst rund 42 000 Quadratmeter. Das FRA 3 an der Amazonstraße mit 110 000 Quadratmetern ging 2009 an den Start. Ab sofort kann sich dort jeder umsehen, der sich zu einer Führung im Rahmen des Programms „Amazon besuchen“ anmeldet. Alle Termine und Informationen dazu finden sich unter www.amazon.de/amazon-besuchen. Dort gibt es auch ein Anmeldeformular. Die kostenfreien Führungen beginnen mit einem Film zur Historie und dauern etwa eine Stunde.

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