"Amazon macht's vor": Lob für die Logistik-Arbeit in Hersfeld aus Berlin

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Hoher Besuch bei Amazon in Hersfeld: Zum Tag der Logistik begrüßte Standortleiter Norbert Brandau (von links) die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Dorothee Bär und den Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling.

Bad Hersfeld. Hoher Besuch aus Berlin hatte sich bei Amazon in Hersfeld angekündigt. Zum Tag der Logistik kam die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär und sparte nicht mit Lobesworten für die Logistik-Arbeit des Versandhändlers.

Spricht man von erfolgreicher Logistik in Deutschland, führt kein Weg an Amazon in Bad Hersfeld vorbei, erklärte Dorothee Bär. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur stattete am Donnerstag dem Versandhändler anlässlich des Tags der Logistik einen Besuch ab. 

„Deutschland ist Fußballweltmeister. Das ist bekannt. Doch dass Deutschland auch Weltmeister im Bereich der Logistik ist, das wissen nur wenige“, begann Bär ihre Rede im Logistikzentrum an der Amazonstraße 1. Neben ihrer Funktion als Staatssekretärin ist sie auch Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik. 

Logistik klappt reibungslos 

Doch warum erfährt die Logistik in Deutschland so wenig Anerkennung? Bärs Antwort: „Weil alles reibungslos klappt.“ Es gebe kaum etwas, worüber sich die deutschen Bürger aufzuregen hätten. Fast alles werde pünktlich geliefert. Dafür sorgen etwa drei Millionen Mitarbeiter, 3700 davon allein in Hersfeld beim Versandhändler. „Amazon macht’s vor“ und leiste hervorragende Arbeit. „Die Lieferung am nächsten Tag, Expressversand in drei Stunden und auch die Möglichkeit, sein Amazon-Paket in den Kofferraum seines Autos legen zu lassen – das zeigt, wie innovativ Amazon vorangeht“, listet Bär, in ihrer Funktion als Vertreterin von Verkehrsminister Alexander Dobrindt, auf. 

Noch vor dem offiziellen Teil der Veranstaltung machte sich Bär selbst ein Bild davon: Vom Standortleiter Norbert Brandau gab es eine private Führung durchs Hersfelder Logistikzentrum. Dabei zeigte Frau Staatssekretärin, dass sie auch in hohen Hacken lange Wege zurücklegen kann. An den vollen Schuhregalen machte sie dann etwas länger Halt, wie Bär später verriet. Dabei wäre ihr die Möglichkeit „Klicken und picken“, also bestellen und gleich selbst aus dem Regal nehmen, sehr entgegengekommen – „bei all den schönen Schuhen“, wie sie lachend sagte.

Nach Bär ergriff Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling das Wort. Er lobte die Zusammenarbeit von Stadt und Amazon. Auch dass der Versandhändler nun mehr Transparenz zeige, verbuchte er als positive Entwicklung. Nach den Reden ging es ins Foyer von Amazon, wo Bär die Poster-Ausstellung „Innovationen sind unsere DNA“ eröffnete. Die Ausstellung zeigt die technische Entwicklung bei Amazon und ist für jeden Besucher an allen Amazon-Standorten in Deutschland zu sehen.

Hintergrund : Aktuelle Lage bei Amazon

Derzeit herrscht am Standort Hersfeld etwas Flaute. Nach dem Ostergeschäft ist die Nachfrage nach Bekleidung nicht so groß. Besser wird es, erklärt Standortleiter Norbert Brandau, vor den Sommerferien. Dann würden sich die Kunden die passende Kleidung für den Urlaub bestellen.

Zur Integration von Flüchtlingen als Arbeitnehmer äußerte sich Brandau positiv. 100 seien derzeit bei Amazon angestellt. Auch wenn es hier und da einige kulturelle Unterschiede gebe, sei der Einsatz der Männer und Frauen zufriedenstellend. „Ich bin froh, das Experiment gewagt zu haben“, erklärte Brandau.

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