Bundes-Umweltminister besuchte Region – Netzausbau ein Thema

Altmaier: Bürger sollen von Leitung profitieren

Peter Altmaier

Heinebach. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will dafür sorgen, dass gerade auch strukturschwache Regionen von der Wende hin zu erneuerbaren Energien profitieren. „Wir zahlen alle für die Energiewende, deshalb müssen auch die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung, die damit verbunden sind, möglichst breit gestreut werden.“ Das sagte Altmaier im Gespräch mit unserer Zeitung vor seinem Besuch der Kirchner Solar Group im Alheimer Ortsteil Heinebach.

Die Bürger könnten dadurch profitieren, dass sie selbst in erneuerbare Energien investierten und damit Renditen erzielten, die man mit Sparbüchern auf der Bank nicht bekommen könne, betonte Altmaier. „Um die Wertschöpfung breit zu streuen, brauchen wir mehr Energiegenossenschaften vor Ort, wo sich Bürger auch mit geringen Einlagen beteiligen können.“ Bei Windkraft und Fotovoltaik sei das schon möglich.

„Ich schlage vor, dass wir auch beim Ausbau der Stromnetze den Bürgern die Möglichkeit geben, zu einem festen Zinssatz zu investieren und damit auch von diesem Ausbau zu profitieren“, erklärte Altmaier. „Ich denke da an fünf oder sechs Prozent Rendite“, konkretisierte er die Pläne in seiner Rede vor über 400 Besuchern bei der Kirchner Solar Group. Sein Ziel sei, dass eine Beteiligung der Bürger beim Neubau von Trassen ab 2013 möglich ist. Er schloss dabei auch die 380-kV-Leitung mit ein, die von Vahle nach Mecklar geplant ist und somit auch durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg führen soll. Gegen den Bau dieser Leitung gibt es Widerstand.

„Es kann nicht sein, dass Anwohner nur Scherereien mit einer neuen Trasse haben und selbst keinen Nutzen davon“, sagte Altmaier.

 zum tage, seite 2

Von René Dupont

Kommentare