Neu gestaltetes Außengelände der Kindertagesstätte Johanneskirche begeistert angenommen

Alles hat seine Zeit

Auf der neu gestalteten Bühne aus Natursteinen versammelten sich die Johannesberger Kindergartenkinder, um ihre Gäste mit einem Eröffnungslied und der gespielten Baugeschichte des neuen Außengeländes zu erfreuen. Fotos: Schmidl

Bad Hersfeld. „Endlich fertig!“ Die Erleichterung über die gelungene Gestaltung und Inbetriebnahme des Außengeländes der Ev. Kindertagesstätte Johanneskirche war bei allen Anwesenden deutlich zu spüren. Die Anwesenden der 91 Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren, die die vier Gruppen der 1978 eröffneten Kindertagesstätte mit integriertem Hort besuchen, mussten sich anlässlich der Einweihung am Freitag noch ein wenig gedulden, das neue Gelände zu erproben.

Erst kam der offizielle Teil mit Grußworten von Pfarrer Holger Grewe, Stadtrat Dr. Klaus-Dieter Fischer, dem stellvertretenden Ortsbeirat Detlef Klauder und Andrea Itter vom Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck.

Niedliche Szenen

Das Eröffnungslied und ein „gespieltes“ Gedicht, in dem die Kinder und ihre Erzieherinnen die Baumaßnahme in verschiedenen Szenen sehr niedlich Revue passieren ließen, erfreute die zahlreichen Gäste. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Ev. Stadt- und Johanneskirchengemeinde als Träger der Kindertagesstätte, der Stadt Bad Hersfeld, dem Kirchenkreisamt, dem Personal, den Eltern und dem Elternbeirat wurde mehrfach betont.

Der Dank und Respekt für ideelle und tatkräftige Unterstützung galt an diesem Tag besonders Wolf Kleckel, der als Mitglied des Kirchenvorstandes von der ersten Idee im Jahr 2008 bis zur letzten Schraube maßgeblich an der Verwirklichung beteiligt war. In seinem Rückblick erinnerte er an die damalige katastrophale Unterversorgung mit Spielgeräten, die Überlegungen zur Finanzierung und die zunächst abgelehnten Anträge, nahm aber auch Stellung zu den unhaltbaren Vorwürfen, nicht transparent genug gearbeitet zu haben.

Cornelia Holz bedankte sich als Leiterin der Kindertagesstätte bei allen, die geholfen haben, lobte aber vor allem die Kinder, die „super geduldig“ waren. Lobende Worte richtete sie auch an ihre Mitarbeiterinnen und ihren Mitarbeiter, die lange Zeit ohne bespielbares Außengelände besonderen Herausforderungen ausgesetzt waren. Sie dankte auch für ihren Einfallsreichtum bei der Neuplanung, die fachkundig, kindgerecht und naturnah von der Landschaftsarchitektin Ute Trombach umgesetzt wurde.

Zeit zum Überlegen

Nach dem Durchschneiden der rot-weißen Absperrbänder gab es kein Halten mehr. Die Kinder strahlten mit der Sonne um die Wette, als sie endlich rutschen, den Kletterpfahl erklimmen, in der Wasserrinne plantschen, in der Hängematte liegen oder in den geschaffenen Räumen im „Tücherdorf“ im Sand spielen konnten. „Vielleicht war es gut, dass es so lange gedauert hat. Dadurch blieb genügend Zeit für Überlegungen, was bei den Kindern ankommt“, äußert sich Cornelia Holz sehr zufrieden angesichts der Begeisterung ihrer Schützlinge.

Von Gudrun Schmidl

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