Umfassende Konzeption der Bad Hersfelder Kindertagesstätten ist fertig

Alles ist nachvollziehbar

Volles Haus im Jugendhaus: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Kindertagesstätten feierten gestern die Fertigstellung ihrer umfassenden Konzeptionen. Mit dabei: Bürgermeister Thomas Fehling (vorne am Stehtisch). Fotos: Schönholtz

Bad Hersfeld. Etwa 500 Kinder werden in den 13 Kindertagesstätten der Stadt Bad Hersfeld von rund 80 Fachkräften betreut – und wie das geschieht, ist ab sofort für jedermann nachvollziehbar.

Seit März vergangenen Jahres wurde an einer gemeinsamen, aber auf jede Einrichtung gesondert abgestimmten Konzeption gearbeitet. Jetzt ist sie fertig. Gestern wurden die von der Agentur roe designz gestalteten Mappen während einer Feier im Jugendhaus an die Leiterinnen der Kindertagesstätten überreicht.

„Bildung aus einem Guss“ könne durch die Konzeption angeboten werden, sagte Edgar Steube, pädagogischer Leiter der Stadtjugendpflege, weil durch das erarbeitete Leitbild Methodik und Erziehungsansprüche erstmals ausformuliert seien.

Tatsächlich ist in jeder Mappe nachzulesen, wie die jeweilige Einrichtung entstanden und wie sie ausgestattet ist. Ausgehend vom gesetzlichen Auftrag wird die pädagogische Arbeit beschrieben, werden Vorgehensweisen beispielsweise bei der Ernährung, der Bewegung oder der Elternarbeit festgelegt.

Wie die Konzeption neben den eigentlichen Aufgaben entstanden ist – das wurde von Bürgermeister Thomas Fehling mit einem besonderen Lob bedacht –, darüber berichteten im lockeren Gespräch Ute von der Grün (Leiterin Kindertagesstätte Rosengasse), Elke Burghardt (Leiterin Helfersgrund) und Silvia Schmidt (Amazonia) als Mitglieder der zentralen Arbeitsgruppe.

Um die Papier gewordenen Vorgaben nun auch umsetzen zu können, wünschten sie sich jetzt die personellen und zeitlichen Ressourcen für die Vor- und Nacharbeit.

Immerhin: Während des Entstehens der Konzeption sind die Erzieherinnen und Erzieher entsprechend fortgebildet worden, so dass jetzt alle auf dem gleichen Stand sind.

Welche kleinen und großen Katastrophen der Alltag für das Kindergarten-Personal mitunter bereit hält, das hatte zu Beginn der Veranstaltung Gudrun Kroker in eine „wahre Geschichte“ verpackt, in der das Krisen-Management die eigentliche Arbeit mit den Kindern unmöglich gemacht hatte.

Kerstin Stephanow und Gabriele Altstadt sorgten als singendes und Gitarren spielendes Duo für die musikalische Note des Nachmittags, der mit einem gemütlichen Kaffeetrinken endete.

Von Karl Schönholtz

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