Neuer Edeka-Markt in der Hainstraße sorgt für Handlungsbedarf bei der Post

Pläne für Rechberggelände und Schlachthof: Alles hängt zusammen

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Neue Perspektive: So könnte der Übergang von der Innenstadt zum Postgebäude in der Hainstraße künftig aussehen, wenn hier der neue Edeka-Markt entsteht. Das große Portal führt in die Passage zum Rechberggelände, der Eingang zum Markt befindet sich auf der Rückseite bei den Parkplätzen.

Bad Hersfeld. Wenn im Bad Hersfelder Rechberggelände demnächst bei Obi umgebaut wird und am jetzigen Postgebäude ein neuer Edeka-Markt entsteht, dann hat das auf Sicht gesehen auch Auswirkungen auf den alten Schlachthof am Peterstor: Dass hier alles mit allem zusammenhängt, das wurde am Mittwoch im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt deutlich. Architekt Manfred Beier stellte den Stadtverordneten die verschiedenen Baustellen und Planungen vor.

• Ausgangspunkt ist die schon seit längerem vorgesehene Erweiterung und Modernisierung des Obi-Baumarktes, der künftig auch das jetzige Rechberg-Center belegen wird (unsere Zeitung berichtete). Bis Ende 2016 muss deshalb der Edeka-Markt von Torsten Hellwig ausziehen.

• Hellwig ist mittlerweile Eigentümer des Postgebäudes in der Hainstraße. Dadurch entstand zunächst die Projekt-idee mit dem Arbeitstitel City-Plaza. Dabei sollte Edeka in die Raumgalerie ein- und diese in die Post umziehen. Daraus wurde jedoch aus verschiedenen Gründen nichts.

• Jetzt wird der Edeka-Markt an das Postgebäude gebaut mit einem prominenten Eingang von der Hainstraße aus, der in die Passage zum Rechberggelände führt. Der Zugang zum Markt befindet sich an der Gebäuderückseite bei den Parkplätzen in der Heinrich-von-Stephan-Straße.

• Die Post hat einen Mietvertrag bis 2018 mit der Option, um fünf Jahre zu verlängern. Vorgesehen ist jedoch, dass die Postbank mit dem Kundengeschäft rund um Briefmarke und Sparbuch an einen neuen Standort in der Innenstadt zieht. Hier gibt es bereits konkrete Überlegungen, die aber noch nicht spruchreif sind. Das ebenfalls noch an der Hainstraße angesiedelte Verteilzentrum soll in einem Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs am Peterstor untergebracht werden. Hier wäre auch der weiter wachsende Lkw-Verkehr zu bewältigen.

• Hierfür sind die vorbereitenden Planungen laut Architekt Beier bereits weit gediehen. Denn die Raiffeisen Vieh und Fleisch (RVF), die hier mit 45 Mitarbeitern einen Zerlegebetrieb und ein Verkaufsgeschäft betreibt, ist mit im Boot. RVF ist demnach bereit, einen Teil des Grundstücks zu verkaufen und plant ihrerseits die Modernisierung der Immobilie – inklusive des Bock’schen Hauses für die Verwaltung – sowie die Wiedereinrichtung eines kleinen Schlachtbetriebs.

Die Ausschussmitglieder nahmen die Planungen wohlwollend zur Kenntnis und empfahlen dem Stadtparlament weiterführende Beschlüsse.

Von Karl Schönholtz

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