Schilde-Park: Innenausbau der Veranstaltungshalle, Geisfreilegung im östlichen Teil

Alles im grünen Bereich

Die Ostseite des Bad Hersfelder Schilde-Parks im winterlichen Kleid. Im nächsten Jahr soll hier mit dem dritten Bauabschnitt der Freilegung des Geisbachs zwischen Stockwerkshallen und Schillerplatz begonnen werden. Die Pläne für eine naturnahe Gestaltung des Bachlaufs hat das Regierungspräsidium in Kassel aus wasserrechtlicher Sicht bereits genehmigt. Fotos: Schönholtz (3), Hornickel

Bad Hersfeld. „Wenn der Schilde-Park fertig ist, wird er ein Magnet mit Außenwirkung sein,“ sagt Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling, der das 33 Millionen-Euro-Projekt am Ende seines ersten Amtsjahres „im grünen Bereich“ sieht. Die Zeitpläne sind eingehalten, die Fördermittel fließen wie erhofft, und das Gerücht von den sieben Millionen Mehrkosten, das kürzlich durch die Stadt geisterte ist tatsächlich nur ein Gerücht. Vielleicht erklärbar durch das Vorziehen einiger Maßnahmen der beiden Folgejahre auf 2012 und entsprechender Verbuchung im Haushalt.

Im Verborgenen

Gemeinsam mit den beiden Fachbereichsleitern aus dem Technischen Rathaus, Martin Bode und Johannes van Horrick, berichtete Fehling jetzt über den Bau- und Planungsforschritt. Denn das Meiste von dem, was sich seit der Eröffnung der Plaza und der Wissens- und Erlebnis „wortreich“ getan hat, spielt sich derzeit im Verborgenen ab.

So zum Beispiel der Innenausbau der Veranstaltungshalle, wo der Boden neu gemacht wird und Versorgungsleitungen installiert werden. Ab Sommer wird die Halle nutzbar sein – vorläufig „nackt“ ohne weitere Ausstattung.

Um die Vermarktung wird sich ab Januar eine eigens eingestellte Veranstaltungsmanagerin kümmern, die ihr Büro zunächst beim Kurbetrieb beziehen soll. Die bisher für eine Agentur in Hamburg tätige Frau bringt entsprechende Erfahrungen mit.

„Vorbereitende Untersuchungen“ laufen momentan für die Sanierung des alten Verwaltungsgebäudes, in dem „StudiumPlus“, der Hersfelder Ableger der Technischen Universität Mittelhessen, ansässig ist. Vom künftigen Platzbedarf der Uni wird die anderweitige Nutzung abhängen. Ein Gespräch zwischen Stadt und „StudiumPlus“ ist für den 12. Januar terminiert. „Die Uni hat für uns absolute Priorität“, sagt dazu der Bürgermeister.

Nicht vergessen ist jedoch, dass in dem Gebäude auch ein Museum zur örtlichen Industriegeschichte eingerichtet werden könnte. Auch diese Idee wird Bestandteil des zu erstellenden Konzepts sein, zumal eine Förderung durch LEADER-Mittel möglich erscheint.

Anlaufstelle für Besucher

Die Arbeiten für die Errichtung der sogenannten Info-Box, die unter der Pergola auf der Plaza stehen wird, sind ausgeschrieben. Gebaut wird im Frühjahr. Die Box soll Anlaufstelle für Besucher sein. Ob die Tourist-Information vom Markt in den Schilde-Park umziehen wird, ist laut Bürgermeister eine Überlegung, aber noch keine beschlossene Sache.

Von Karl Schönholtz

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