Großes Publikumsinteresse für Zwischenbilanz des Schildepark-Projekts

Alles im grünen Bereich

Hartmut H. Boehmer (links), Noch-Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsbetriebe, referierte vor zahlreichen Zuhörern über den Sachstand beim Schildepark-Projekt. Vorne rechts im Bild Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rolf Göbel. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die Stühle reichten bei weitem nicht, und selbst die Stehplätze am Rand wurden knapp: So groß war das Publikumsinteresse, als Ex-Bürgermeister Hartmut H. Boehmer, der Noch-Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsbetriebe und der Stadtentwicklungsgesellschaft SEG, am Mittwochabend im Konferenzraum 2 der Stadthalle die Zwischenbilanz des Schildepark-Projekts zog. „Alles absolut im grünen Bereich“, verkündete Boehmer gleich zu Beginn seines anderthalbstündigen Vortrags, an dessen Ende das Publikum reichlich Beifall spendete.

Schon Ende 2012 fertig

Auch aus den Reihen der Stadtparlamentarier des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt, deren gemeinsame Sitzung Anlass für Boehmers Bilanz war, kamen nur einige wenige Nachfragen, aber keine Kritik.

Boehmers Sachstandsbericht deckte sich im Wesentlichen mit den Informationen, die unsere Zeitung kurz vor Weihnachten veröffentlich hatte.

Demnach wird die Umwandlung des früheren Industrieareals der Firma Grenzebach-BSH in eine Parklandschaft mit neuer Nutzung der denkmalgeschützten Backsteinhallen bereits im Laufe des Jahres 2012 abgeschlossen werden. Das sind zwei Jahre früher als ursprünglich gedacht.

Die Eröffnung der Wissens- und Erlebniswelt „wortreich“ zum Thema Sprache und Kommunikation ist bereits für den September diesen Jahres vorgesehen. Dann wird auch die Mittelachse des Geländes mit der großflächigen Plaza neu gestaltet und eine Parkgarage mit 186 Stellplätzen errichtet sein.

Gegenüber der bisherigen Planung wird der offengelegte Geisbach im Bereich der Mittelachse nicht in einen Kanal gefasst, sondern wie im übrigen Parkgelände renaturiert. Dafür gibt es Geld aus dem hessischen Umweltministerium.

Die ursprünglich für den Kanal gedachten Zuschüsse können nun anderweitig verwendet werden: Mit diesen wird eine „Info-Box“ nebst Hörstationen für Kinder und öffentlichen Toiletten auf der Plaza finanziert sowie eine gläserne Lärmschutzwand entlang der vielbefahrenen, zum Stadtring gehörenden Dippelstraße.

Etwas mehr als 31 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen des Projekts, das knapp zur Hälfte durch Zuschüsse gedeckt ist. Der Kreditbedarf der Stadt liegt aktuelle bei 10,53 Millionen Euro.

„Der Schildepark ist mittlerweile das Vorzeigeprojekt der Landesregierung, deswegen gibt es auch diese massive Förderung,“ verkündete Boehmer, der die Geschäftsführungen Mitte dieses Monats an den neuen Bürgermeister Thomas Fehling übergeben wird. Und der entgangenen Landesgartenschau – ursprünglich der Auslöser für alle Planungen – trauert heute keiner mehr nach.

Von Karl Schönholtz

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