Alles eine Nummer kleiner bei der mini-a-thür in Ruhla

Hallo liebe Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung, 118 Thüringer Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 werden im mini-a-thür in Ruhla gezeigt.

Wer bei einem entspannten Spaziergang von der Brücke der Einheit in Vacha, über die Wachsenburg nahe Holzhausen, Goethes Gartenhaus in Weimar zur Orangerie nach Gera einmal quer durch Thüringen flanieren möchte, ist im Miniaturenpark in Ruhla an der richtigen Adresse. Seit 17 Jahren werden vom mini-a-thür-Team Modelle von Thüringer Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 hergestellt. Und jedes Jahr kommen weitere hinzu.

Diesmal haben die zwölf Mitarbeiter die Wintermonate genutzt, um die Lutherkirche in Möhra, die Georgenburse in Erfurt als Teil des Augustinerklosters und die Waidmühle in Pferdingsleben nachzubauen.

Wir bauen immer nach Zeichnungen und versuchen uns Pläne der Gebäude zu besorgen“, erklärte Geschäftsführer Thomas Brohm. Hinzu komme eine Farb- und Fotodokumentation. Von der realen Größe hänge meist auch ab, wie viel Zeit für ein Modell benötigt werden. So hätten beispielsweise an der Wachsenburg, eine der drei Gleichen, vier Mitarbeiter knapp zehn Monate gearbeitet. Auch dieses Bauwerk ist erstmals im Park ausgestellt. Im vergangenen Sommer war die Burg bei der Thüringer Landesgartenschau in Schmalkalden ein Blickfang.

Die Möhraer Lutherkirche sei eher ein kleineres Modell. „Hierfür hat eine Mitarbeiterin insgesamt rund 200 Stunden gebraucht.“ Mit Blick auf das Reformationsjubiläum im nächsten Jahr wolle man künftig auch einen Rundgang zu verschiedenen Lutherstätten anbieten. Hierzu gehört neben der neu gebauten Georgenburse in Erfurt unter anderem das Lutherhaus und die Wartburg in Eisenach. Als Material dient bei allen Modellen ein Kunststoff, „außen hart und innen weich“, erklärt Brohm.

Dieser werde zugeschnitten, in die benötigte Form gebracht und am Ende gestrichen. Das größte Modell im Park ist mit 6,80 x 4,80 Metern das Gothaer Schloss Friedensstein. „Das schwerste ist eines der Dornburger Schlösser, wobei ich nicht genau weiß, warum eigentlich“, sagt der Geschäftsführer und lacht.

Rund 50 000 Gäste besuchen in einer guten Saison den Mini-Freistaat. „Wir sind natürlich stark vom Wetter abhängig.“

Probleme gebe es immer wieder mit aus Unachtsamkeit beschädigten Modellen. „Da werden Kinder von ihren Eltern in den Innenhof der Wartburg gestellt, um ein Foto zu machen und häufig werden die Miniaturen dabei beschädigt“, erzählt Thomas Brohm.

Auch die Bestuhlung des Bad Salzunger Gradiergartens sei in der vergangenen Saison vollkommen demoliert worden. Aus diesem Grund ist das Modell zurzeit auch noch nicht im Park zu sehen. „Das Gradierwerk ist in der Reparatur und soll spätestens Ende April fertig sein.“

www.mini-a-thür.de

marie-luise.otto@stz-online.de

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