Hobbygärtner aus Bad Hersfeld pflegt sein Exotenparadies

Bei Uwe Schimberg fühlen sich sogar Bananenstauden wohl

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Der Mann mit dem grünen Daumen: Uwe Schimberg ist stolz auf seine Bananenstauden.

Bad Hersfeld. Als „eine gärtnerische Seltenheit und Kuriosum in unserem Klima“ bezeichnet Peter Ihle die Bananenstauden, die sich im Garten seines Freundes Uwe Schimberg sichtlich wohlfühlen. Doch ein Exot kommt selten alleine: Die Bananenpflanzen sind umgeben von Bougainvillea, Zitronen und zahlreichen nicht einheimischen Farnarten, um nur einige zu nennen.

Um welche Sorte es sich bei seinen Bananen handelt, kann der Pflanzenfreund allerdings nicht genau sagen.

Doch wie kam Uwe Schimberg eigentlich zu seiner ersten Bananenstaude? „Ich habe sie von meiner Tochter bekommen, da ihr die Pflanze allmählich zu groß wurde“, berichtet der ambitionierte Hobbygärtner.

Zunächst beherbergte er die Pflanze in seinem Gewächshaus, wo sie wuchs und gedieh. Mittlerweile steht sie draußen im prächtigen Garten der Schimbergs inmitten der anderen tropischen Genossen. Von der Ausgangshöhe, die ungefähr einen halben Meter betrug, ist die Bananenpflanze durch die fürsorgliche Behandlung ihres Besitzers bereits auf eine Höhe von knapp zwei Metern herangewachsen.

Verändert hat sich aber nicht nur die Größe der Staude: Sie hat auch Seitentriebe bekommen, die Uwe Schimberg als Ableger in neue Kübel eingepflanzt hat. Dadurch ist er zum stolzen Besitzer von mittlerweile fünf Bananenstauden geworden, von denen er eine allerdings verschenkt hat. Da durch die Ableger das Fortbestehen seiner kleinen Bananenkultur gesichert ist, betrübt es ihn nur wenig, dass die Bananenstauden absterben, nachdem sie einmal geblüht und gefruchtet haben.

Sorgfältige Pflege

Mit größter Sorgfalt stimmt Uwe Schimberg die Pflege all seiner Pflanzen auf deren jeweilige Bedürfnisse ab. „Die Bananenstauden benötigen sehr viel Feuchtigkeit, deswegen stehen sie bei mir in wassergefüllten Kübeln“, berichtet der Pflanzenliebhaber.

Da es diese Exoten am liebsten warm haben, stellt Uwe Schimberg sie vorwiegend in den Sommermonaten ins Freie. Wenn es kälter wird, bringt er sie wieder im Gewächshaus unter. Außerdem benötigen die Stauden viel Licht, sie können aber auch im Halbschatten stehen.

Schimberg beobachtet stets ihre weitere Entwicklung und düngt sie regelmäßig, um seine Pflege zu optimieren, wenn sich Anzeichen eines Mangels bemerkbar machen.

„Man muss immer mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie“, sagt Uwe Schimberg, der seine gesamten gärtnerischen Aktivitäten genau diesem Motto verpflichtet hat.

Heimische Pflanzen zu schützen und es tropischen Exemplaren in unseren Gefilden schmackhaft zu machen, ist ein ehrenwertes Hobby und alles andere als Banane. (lju)

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