27. Internationales Freundschaftsfest in Bad Hersfeld im Bürgerhaus Hohe Luft

Alle sind willkommen

Die Sängerinnen der russlanddeutschen Frauen hatten sich diesmal männliche Verstärkung mitgebracht. Fotos: Schmidl

Bad Hersfeld. Es war ein fröhliches, rundum gelungenes Fest. Ein Tag der Begegnung und des Kennenlernens unter dem Motto „Herzlich willkommen – wer immer du bist“.

Zum 27. Internationalen Freundschaftsfest in Bad Hersfeld im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 haben die Kirchenvorstände der Auferstehungs- und der Stadtkirchengemeinde, der Verein für Internationale Jugendarbeit, die Mitglieder des Projekts Jugend 2010, der Ausländerbeirat und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit eingeladen, dessen Vorsitzender Werner Schnitzlein die Gäste aus vielen Nationen sowie Vertreter der Kirche und aus den politischen Gremien begrüßte. Sein Dank galt dem Magistrat der Stadt Bad Hersfeld für die räumliche und logistische Unterstützung, die Bürgermeister Thomas Fehling in seinem Grußwort weiter zusicherte.

Genau wie sein Vorredner Pfarrer Carsten Röhr nahm er Stellung zu den blutigen Massenprotesten, entfacht durch ein Anti-Islam-Video aus den USA. Fehling mahnte, sich nicht von Provokationen aufheizen zu lassen.

Sahin Cenik, Vorsitzender des Ausländerbeirats weiß aus Erfahrung, dass Integration vor Ort erfolgt und „nicht in Berlin, nicht in Wiesbaden“. Seine Aufforderung „Redet miteinander“ unterstrich er mit einem Zitat von Martin Luther King: „Wenn wir nicht lernen, miteinander als Brüder zu leben, werden wir als Narren miteinander untergehen“.

27. Internationales Freundschaftsfest

In enger Zusammenarbeit mit dem Interkulturellen Zentrum in Bad Hersfeld wurde ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, bei dem viele Vereinsmitglieder mitwirkten. Zum Beispiel als Tänzerinnen bei der Vorstellung von Sinti-Tänzen, philippinischem und mexikanischem Tanz sowie türkischem Volkstanz, als Musiker der internationalen Angklunggruppe oder als Sängerinnen des „Rjabinuschki-Chores“ unter der Leitung von Nelly Neufeld. Wieder dabei war die Tanzgruppe „Balady“ unter der Leitung der Tänzerin Atesh (Barbara Dibowski), die mit ihren orientalischen Tänzen verzauberte. Weitere viel beklatschte Vorführungen präsentierten die Tanzgruppen Liers/Hettenhausen und Christa Geine sowie die Ballettschule Fründ.

Der Islamische Kulturverein Bebra bereicherte das Programm ebenso wie Laurenz Wenk am Saxophon. Mittags konnten sich die Gäste am internationalen Buffet und nachmittags an der reich bestückten Kuchentheke bedienen. Eine Posterausstellung der Stiftung „Weltethos“ gewährte einen interessanten Einblick in die verschiedenen Weltreligionen.

Von Gudrun Schmidl

Kommentare