Alle reden vom Wetter...

Kai A. Struthoff

Herr, schick’ uns Regen, möchte man in diesen Tagen flehen. Die Bauern bangen um ihre Ernte, die Flüsse sind nur noch Rinnsale, und die Fußballwiese meiner Söhne im Garten ist braun und aufgebrochen, wie sonst die Böden im Sahel. Aber auch heute wird es wohl wieder heiß!

Das gilt auch im übertragenen Sinne: In Rotenburg geht es heute ab 19.30 Uhr um das wohl wichtigste Zukunftsthema der schmucken Fachwerkstadt – das Muzkkka. Seit Tagen wird hitzig diskutiert, wie es nun weitergehen soll. Bei allen verständlichen Emotionen ist dies auch ein schönes Beispiel für gelebte Demokratie. Dazu wollen auch wir etwas beitragen: Beim Lesertreff unserer Zeitung werden heute Abend im Audimax der Verwaltungsfachhochschule Befürworter und Kritiker des Muzkkkas zu Wort kommen und sich Ihren Fragen stellen – also kommen Sie und diskutieren Sie mit!

Was das Muzkkka für Rotenburg ist, das sind die Festspiele und hoffentlich bald auch das „wortreich“ für Bad Hersfeld – zwei Alleinstellungsmerkmale, die natürlich auch ganz schön Geld kosten. Dass dieses Geld gut angelegt ist, konnten die Zuschauer am Samstagabend beim Konzert von Helen Schneider erleben. Es ist schon etwas ganz Besonderes, dass solche Stars aus den Metropolen bei uns auftreten.

Holk Freytag hat die schöne Tradition von seiner Vorgängerin Elke Hesse übernommen, in der Pause des Konzerts schon mal das Festspielensemble vorzustellen. Schauspieler müssen zwar improvisieren können, aber ein wenig besser vorbereiten könnte man dieses erste „Schaulaufen“ wohl schon. So wirkten einige der Akteure arg überrascht von ihrem plötzlichen Auftritt – und manche waren gar sprachlos. Das ist zwar durchaus sympathisch. Aber da ist noch mehr drin.

Unterdessen konnte Bürgermeister Fehling in dieser Woche Gerüchte über einen Zeitverzug beim „wortreich“ zerstreuen – der Terminplan ist eng, aber er wird gehalten. Jetzt darf aber nichts mehr dazwischenkommen, denn es hängt viel am September-Termin: Personaleinstellungen, Werbung, erste Publikumevents. Den Machern vom Schilde-Park ist das warme und trockene Wetter wahrscheinlich ganz recht.

Ob andere im Regen stehen, wird sich in dieser Woche zeigen. Die „Gnadenfrist“ im Seepark in Kirchhheim läuft am 1. Juni ab. Wir sind gespannt, wie es dort künftig weitergeht. Auf dem benachbarten Eisenberg indes sollen schon am Himmelfahrtstag die Türen der Gastronomie wieder öffnen. Mal Sonne, mal Regen – so ist das Leben.

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