Bürgermeisterwahl in Bad Hersfeld: Mindestens fünf Bewerber für Boehmers Job

Alle Parteien mischen mit

Lothar Seitz

Bad Hersfeld. Die Suche der Parteien nach Kandidaten für die Bad Hersfelder Bürgermeisterwahl am 7. November läuft auf Hochtouren. Schon in den nächsten Tagen ist mit der Präsentation erster Bewerber für die Nachfolge von Hartmut H. Boehmer zu rechnen, der Ende August aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand geht.

„Wir sind auf einem guten Weg,“ erklärte Lothar Seitz, Stadtverbandsvorsitzender der SPD, die im Hersfelder Stadtparlament gemeinsam mit der FWG die stärkste Fraktion bildet. Bei den Sozialdemokraten beschäftigt sich eine Gruppe aus dem Führungsbereich mit der Kandidatensuche. Gefragt sei „jemand, der das Amt ausfüllt“. Unter Zeitdruck stehe man nicht, sagte Seitz, „denn der Wahlkampf beginnt nicht morgen.“Das sieht die CDU genauso. „Nicht auf die Schnelle, sondern ruhig und überlegt“ sei das Wahlvorbereitungsgremium der Christdemokraten, der sogenannte Siebener-Ausschuss, auf der Suche, teilte Stadtverbandschef Ralf Neumeyer mit. Der ideale Kandidat müsse sich auskennen und Erfahrung haben, sagte Neumeyer und fügte hinzu: „Wenn es gut läuft, ist das Thema in 14 Tagen vom Tisch“.Alle Optionen offen hält sich die Fraktionsgemeinschaft mit ihrem Vorsitzenden Hans-Jürgen Schülbe. „Wir warten ab, wen insbesondere die SPD ins Rennen schicken wird,“ sagte Schülbe. Der oder die Neue müsse die Bürger stärker einbeziehen als bisher.

Vollzug meldet bereits die FWG, die mit der SPD über die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung verfügt. „Wir haben einen Kandidaten,“ berichtete Stadtverbandsvorsitzender Hans Vierheller. Nach Klärung letzter Fragen soll der parteiunabhängige Bewerber vermutlich schon in der kommenden Woche präsentiert werden.Ebenfalls mit einem eigenen Kandidaten will die Partei „Die Linke“ aufwarten. „Wir sind auf der Suche, und es gibt Interessenten, die unserem Anforderungsprofil entsprechen,“ erklärte Kreisvorstandssprecher Horst Zanger.

Vier oder fünf Kandidaten aus den Reihen der genannten Parteien, dazu Thomas Fehling, der seinen Hut für die FDP sofort nach Boehmers Rücktritts-Erklärung in den Ring geworfen hatte – es sieht so aus, als hätten die Hersfelder am 7. November nicht nur die Wahl, sondern unter mindestens fünf Bewerbern auch eine richtige Auswahl für den neuen Chef oder die neue Chefin im Rathaus. Von Karl Schönholtz  

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