Theaterstück: „Cinderellas Schuhe“ wurden in der Martinskirche gesucht

Alle Kinder machten mit

Wenn Imelda (Carola Moritz) durch die Reihen ging, um die Pferde zu striegeln, hatten die Kinder in der Martinskirche mächtig Spaß. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Imelda muss Pferde striegeln. Die Kinder in der Martinskirche wieherten vor Lachen, als Carola Moritz als Imelda durch ihre Reihen ging und sie fleißig schrubbte. Am Donnerstag gastierte das Theater „Compagnie en route“ mit dem Stück „Cinderellas Schuhe“ in der Kirche.

Ein bewusst einfaches Bühnenbild, bestehend aus drei weißen Stellwänden, einer Korbkiste, einer Steppdecke und einem Puppenwagen lenkte die Konzentration der Kinder vollends auf die einzige Akteurin, Carola Moritz, die Leiterin der Theatergruppe. Mit ihrem ausdrucksstarken und drolligen Spiel wirbelte sie durch die Kirche, um die Zuschauer zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen.

Die poetische Geschichte von Mike Kenny thematisiert die Eifersucht zwischen Geschwistern und wie man lernen kann zu teilen. Die Fantasie der Zuschauer wurde durch den Regieeinfall angeregt, Schuhe stellvertretend zu Personen zu machen. Zog sich Carola Moritz die Reitstiefel an, sprach sie als „Vater“, schlüpfte sie in die Pumps, agierte sie als „Mutter“. Eine Handpuppe, Imeldas Teddy, war Mittler zu den Zuschauern. Die vielen Kinder, die direkt vor der „Bühne“ saßen, waren am Spiel beteiligt. Wenn Imelda Schweine putzen, Pferde striegeln und Hühner füttern musste, machten sie die Geräusche der Tiere nach, was den Spaßfaktor für alle umso mehr erhöhte.

Von Vera Hettenhausen

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