240 Personen wandten sich an Gesundheitsdienst

Aids-Beratung des Kreises ist gefragt

Hersfeld-Rotenburg. Heute ist Welt-Aidstag. An diesem Tag soll Solidarität mit HIV-positiven sowie an Aids erkrankten Menschen demonstriert und auf das Thema aufmerksam gemacht werden. Für 2012 meldet das Robert-Koch-Institut geschätzte 3400 Neuinfektionen in Deutschland, der Schutz vor der Immunschwäche sei deshalb weiter wichtig. Etwa 78 000 Menschen mit HIV-Infektion leben derzeit in Deutschland, geschätzte 5400 in Hessen.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg besteht beim Fachdienst Gesundheit seit vielen Jahren die Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Seit 1985 werden außerdem anonyme HIV-Antikörpertests angeboten. Bis Ende November dieses Jahres haben sich bereits 240 Personen beraten beziehungsweise testen lassen. Das sind einige mehr als in 2011 und entspricht etwa einem „Intensivkontakt“ pro Arbeitstag.

„Wir finden das Angebot nach wie vor wichtig, was die hohe Zahl der Kontakte bestätigt“, sagt Kreispressesprecher Michael Adam. Dabei sei das Angebot des Kreises keineswegs selbstverständlich oder gar ein Muss. Denn HIV beziehungsweise Aids ist keine meldepflichtige Krankheit.

Das Team der Aidsberatung informiert im Übrigen auch über weitere sexuell übertragbare Krankheiten. Entsprechende Veranstaltungen bietet der Fachdienst Gesundheit in Schulen und in anderen Einrichtungen an. (nm) SEITE 5

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