Geschäfte des Hersfelder Opern-Chefs angeblich genehmigt

Vorstand: Vorwürfe sind gegenstandslos

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Friedhelm Fett, zurückgetretener Vorsitzender der Musischen Bildungsstätte, hat schwere Vorwürfe gegen Opern-Chef Siegfried Heinrich erhoben. Diese wurden jetzt zurückgewiesen.

Bad Hersfeld. Der Vorstand der Musischen Bildungsstätte Bad Hersfeld hat die vom ehemaligen Vorsitzenden Friedhelm Fett erhobenen Vorwürfe gegen den Chef der Oper in der Stiftsruine, Siegfried Heinrich, als „vollumfänglich gegenstandslos“ zurückgewiesen.

„Alle von Herrn Heinrich getätigten Geschäfte fanden in Abstimmung mit der Vorstandsmehrheit der Musischen Bildungsstätte statt“, heißt es in einer lediglich mit „Der Vorstand“ unterzeichneten Pressemitteilung.

Friedhelm Fett, der am Dienstagabend seinen Rücktritt erklärte, hatte zuvor Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue gegen Heinrich gestellt, weil dieser rund 120 000 Euro vom Vereinskonto der Bildungsstätte auf das des Arbeitskreises für Musik (AfM) transferiert haben soll (unsere Zeitung berichtete). Dies sei über seinen Kopf hinweg erfolgt, bekräftigte Fett auf Nachfrage, auch seien ihm die anderen Vorstandsmitglieder nicht bekannt gewesen und von den jetzt behaupteten Beschlüssen habe er nichts gewusst. Zudem habe er mit niemandem außer Heinrich zusammengearbeitet.

Der Vereinsvorstand behauptet in seiner Stellungnahme, Fett sei mit seinem Rücktritt einer Abwahl zuvorgekommen. Das Vorstandsmitglied Bettina Berk (Marburg) wollte sich gegenüber unserer Zeitung unter Hinweis auf das nun laufende Verfahren nicht weiter zu den Vorwürfen äußern. (ks)

Schwere Vorwürfe gegen Siegfried Heinrich

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