Änderungen beim Bereitschaftsdienst greifen zum Teil ab Januar

Ärztliche Hilfe rund um die Uhr unter 116 117

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Hersfeld-Rotenburg. Im Laufe des nächsten Jahres 2014 ändert sich die Organisation des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Schon ab Januar ist das der Fall in den Gemeinden Nentershausen, Cornberg und in den Ludwigs-auer Ortsteilen Ersrode und Hainrode. Wer hier am Feierabend oder am Wochenende krank ist, erhält unter Telefon 116 117 ärztliche Hilfe.

Der übrige Kreis folgt ab dem 1. April mit der neuen Regelung. Ab diesem Zeitpunkt soll nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen im ganzen Kreis die 116 117 funktionieren. Sie ist kostenlos und wird seit über einem Jahr nach und nach in ganz Deutschland eingerichtet. Bis zum Jahresende soll sie bundesweit zum nächsten ärztlichen Bereitschaftsdienst schalten.

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist gefragt, wenn die Arztpraxen abends, mittwochnachmittags und am Wochenende geschlossen haben. Zwei Beispiele sind ein schmerzhafter Hexenschuss oder eine schwere Grippe, die nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten kann (Vergleich zum Notfall siehe Hintergrund).

Mit der 116 117 erreicht man medizinisch geschultes Personal in der Dispositionszentrale in Kassel. Dieses vermittelt die Anrufer weiter in die nächste Ärztliche Bereitschaftsdienst-Zentrale (ÄBD). Für Patienten aus Nentershausen und Cornberg ist die Ärztliche Bereitschaftsdienst-Zentrale (ÄBD) in Eschwege, für Ersrode und Hainrode ist sie in Fritzlar. Können die Patienten nicht selbst dorthin fahren oder ist die Zentrale im zuständigen Landkreis geschlossen, kommt ein Arzt zu den Patienten nach Hause.

Wo ab 1. April im Kreis Hersfeld-Rotenburg die ÄBD-Zentrale angesiedelt sein wird, soll erst im Januar entschieden werden. Bis dahin soll auch geklärt sein, ob neben dem Klinikum Bad Hersfeld auch das Kreiskrankenhaus Rotenburg Standort wird. ZUM TAGE / SEITE 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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