47-Jähriger wegen Körperverletzung verurteilt

Ärztin bestätigt Aussage des Opfers

Bad Hersfeld. Im Dunkel einer Spielhalle war der Streit zwischen einem 47 Jahre alten Marokkaner aus Bad Hersfeld und seiner früheren Lebengefährtin handgreiflich geworden – doch wer da wem Gewalt angetan hatte, das hatte sich im Strafprozess vor Richter Elmar Schnelle zunächst nicht klären lassen (unsere Zeitung berichtete).

Erst ein Fortsetzungstermin im Amtsgericht brachte ausreichend Licht ins Dunkel: Die Ärztin, die im Juli vergangenen Jahres die Verletzungen der 48-jährigen Türkin gesehen und behandelt hatte, bestätigte jetzt im Zeugenstand, dass die Blessuren zu den Angaben des Opfers passten.

Dies wiederum reichte Richter Schnelle, um den Angeklagten wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je zehn Euro zu verurteilen. Der Marokkaner, der sich am ersten Prozesstag ganz entschieden gegen die Vorwürfe gewehrt hatte, nahm das Urteil schließlich ohne größeren Protest hin.

Sorge um gemeinsame Tochter

Der 47-Jährige hatte behauptet, die Frau habe sich im Streit selbst geschlagen. Hintergrund der Auseinandersetzung war die Sorge des Vaters um die gemeinsame Tochter. Der Marokkaner hatte die Türkin zur Rede gestellt, weil sie die Fünfeinhalbjährige während des Spielhallen-Besuchs angeblich unbeaufsichtigt zu Hause gelassen hatte.

Von Karl Schönholtz

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