Schule in Schenklengsfeld darf nicht zu G9 zurück – Ministerin Beer gibt keine Erklärung

SPD ärgert sich über Kultusministerium

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Schenklengsfeld. Die SPD-Kreistagsfraktion ist sauer auf das Kultusministerium in Wiesbaden. Die Sozialdemokraten ärgern sich darüber, dass Kultusministerin Nicola Beer (FDP) immer noch nicht erklärt hat, warum die Entscheidung der Gesamtschule Schenklengsfeld für die jetzigen Klassen von G8 nach G9 zu wechseln, nicht anerkannt wird. Dazu hatte sie der Kreistag am 13. Mai mit einer Resolution der SPD aufgefordert.

Dabei hatten sowohl die Eltern als auch die Schulkonferenz die notwendigen Beschlüsse gefasst für den Wechsel gefasst, und die betroffenen Schülerinnen und Schüler wurden bereits nach G 9 unterrichtet. Trotzdem sei dann das Verbot aus Wiesbaden ergangen, dass nun nicht einmal dem Kreistag erläutert werde, kritisiert der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Manfred Fehr in einer Pressemeldung.

Empört sei die SPD auch über die CDU- und FDP-Kreistagfraktion. Hatten sich diese doch noch in der Kreistagssitzung am 10. Juni geweigert, dringlich das Kultusministerium zur Stellungnahme aufzufordern. Die Begründung von CDU und FDP, wonach das Kultusministerium sich schon rechtzeitig melden werde, habe sich als falsch herausgestellt. Das sei vorhersehbar gewesen, meint der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke: „Das Kultusministerium will den Eltern- und Schulwillen nicht akzeptieren. Und statt dazu zu stehen, scheint das Wegtauchen Methode zu haben,“ ärgert sich Warnecke. Er hat jetzt direkt an Kultusministerin Beer geschrieben und wartet auf ihre Antwort. (kai)

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