Adam, Eva und über 100 Konrad-Duden-Schüler griffen auf der Leipziger Buchmesse zu

Äpfel im Literaturparadies

Schülerinnen der Konrad-Duden-Schule werden verwöhnt.

Leipzig. Die Glashalle, die sämtliche Leipziger Messehallen großzügig überspannt, begrüßte uns wie alte Bekannte: Viele Konrad-Duden-Schüler, die sich schon auskannten, nahmen die „Frischinteressierten“ unter ihre Fittiche und stürmten davon, kaum dass sie ihre Eintrittskarte für die Frühjahrs-Buchmesse in der Hand hatten. Die Rolltreppe hinauf, bot die Empore eine Übersicht über die Stände der Fernsehprogramme, die mit Äpfeln, Mainzelmännchen, Kugelschreibern, Käppis und Weingummi lockten.

Höherwertige Produkte wie z.B. eine Fleece-Decke oder einen Atlas mit Reprints antiker Karten konnte man sich „verdienen“: Alexander Klöpfel und Daniel Annuseit gelang es, an einem Active Board klodeckelgroße Puzzleteile innerhalb von 60 Sekunden zu einer Weltkarte zusammenzusetzen und freuten sich über ihren Gewinn.

Die Lehrerinnen Claudia Dickel und Inge Seemann bückten sich für einzelne Centstücke, die auf dem Boden lagen. Beim näheren Betrachten stellte sich heraus, dass sie absichtlich ausgelegt wurden, damit die Finder auf die kleinen Botschaften über Neuerscheinungen auf der Rückseite aufmerksam wurden, die sich hexentreppenartig aufklappen ließen und zu Ständen lockten.

Über einzelne Cents lachte Polina Khodareva: Sie war begeistert über 200 Euro, die sie gratis als kleines Paket von der Bundesbank mit nach Hause nahm: „Schreddergeld“! In den Erholungspausen, die sich die Besucher nach den vielen Gesprächen mit den Pressereferenten gönnten, legten sie sich in die Massagesessel und schwärmten noch im Bus von diesem „Relax-Highlight“.

Die Welt der Mangas

Einen großen Teil der Halle 2 – Refugium der Kinder- und Jugendliteratur – nahm die Welt der Mangas ein. Nadine Sandrock und Tabea Rohwedder staunten über die farbenfrohen, aufwendig genähten Kostüme der Cosplayers: Das sind Fans, die sich ähnlich kleiden wie ihre Lieblingsmangafiguren und dabei nichts auslassen, was bunt und schrill ist, seien es Hasenohren oder pinkfarbene Langhaarperücken. In Workshops wurden die Grundtechniken vermittelt, wie man Mangas zeichnet. Auch das Falten mit Papier, Origami, zeigten die Verlage gern.

In einer anderen Ecke zeigte Quentin Pipestem, Blackfoot-Indianer und dreifacher Weltmeister im Hoopdance, sein Können: Eva Weitmann fing einen Ball aus über 40 Reifen, die der Künstler nicht nur um seinen Körper kreisen ließ, sondern auch verschiedene Figuren daraus formte. Dabei tanzte er die ganze Zeit und brachte die Reifen mit seinen rhythmischen Bewegungen in Schwung.

Als die 119 Besucher abends wieder in Bad Hersfeld ankamen, waren sie sich einig: Leipzig war wieder fantastisch, und wir müssen nächstes Jahr ganz dringend wieder hin.

von Wiebke Hofmann, Luisa Wagner, Rieke Warzog und Eva Weitmann

Kommentare