Die Schausteller des Lullusfests haben ihre Stände abgebaut – Planung für 2014 beginnt

Ade, mein Bruder Lolls

Grundreinigung vor der Abfahrt: Auch im Fischimbiss Hellberg wurde nach acht Lolls-Tagen ordentlich geputzt. Fotos: Maaz

Bad Hersfeld. Noch am Montag wehte einem in Bad Hersfelds Innenstadt der Duft von Mandeln, Zuckerwatte, Pommes, Crêpes und anderen Leckereien entgegen. Gestern waren all die guten Gerüche verschwunden. Der Abbau der Imbissstände, Spielbuden und Fahrgeschäfte war längst in vollem Gange.

Romana Kalbfleisch vom Backfischturm und ihr Team verwenden einen Großteil der zweistündigen Abbauzeit darauf, den Fischgeruch zu vertreiben und die Fritteuse am besten gleich zweimal ordentlich zu reinigen.

Wem zwei Stunden aktives Abbauen schon viel vorkommt, dem sollte vom Betrieb anderer Geschäfte abgeraten sein. Teilweise benötigen die Schausteller das fünffache dieser Zeit, bis sie alles verstaut haben. So ist es auch bei der Firma Schleinitz mit der „Verlosung Hong Kong“. Der Aufbau dauert sogar noch länger, da alles hübsch für das Publikum hergerichtet werden muss.

Das Lullusfest ist ein Traditions- und Familienfest, darin sind sich die meisten Schausteller einig. Deswegen steht auch die Mandelbrennerei von Viola und Uwe Whynohradnyk schon seit über 50 Jahren jedes Jahr im Oktober parat. „Wir kommen immer gerne wieder, weil die Gäste hier so freundlich und hilfsbereit sind.“ Besonders schön finden die Whynohradnyks es außerdem, dass die Hersfelder auch am Aufbau so interessiert sind. In dieser Zeit hörten die Schausteller oft Ausrufe wie „Ach der kommt! Und schau mal, der auch!“.

Monika Schleinitz erinnert sich erfreut an einen kleinen Jungen, der schon in der Aufbauzeit „Mutti, Mutti, ich bin im Lollsfieber“ gerufen habe. Die Menschen seien einfach fest mit ihrem Fest verwurzelt, dies sei einzigartig.

Für viele Schausteller geht bald schon weiter auf den nächsten Jahrmarkt. Die Schießbude „Wilde Jagd“ etwa ist wieder in Schlüchtern auf dem Kalten Markt zu erleben, und wer sich nach weiteren schönen Stunden im „Cirkus Cirkus“ sehnt, kann diesen zeitnah in Karlsruhe auf der Herbstmesse finden – und das auch noch mit dem gleichen Team.

Beim Abbau dabei war gestern natürlich auch „Marktmeister“ Helge Assi, der die Gelegenheit außerdem nutzte, um sich persönlich von den Schaustellern des Lullusfests zu verabschieden. „Das ist mir sehr wichtig“, so Assi. „Außerdem gibt es immer noch die eine oder andere Frage, zum Beispiel zur Müllentsorgung oder der Stromabrechnung.“

Bis auf den 38-minütigen Stillstand beim „Booster Maxxx“ am Freitagabend sei der Lollsrummel ohne Zwischenfälle verlaufen. Grund für den Stillstand seien übrigens Haare in einem Sicherheitssensor gewesen, so Assi.

Und weil nach Lolls auch immer wieder vor Lolls ist, liegen die Anmeldungen für das nächste Jahr längst vor. In der nächsten Woche werden sich Assi, Julia Scholz und Wilfried Roßbach einen Überblick verschaffen und zwei Konzepte erstellen, bevor die Lullusfest-Kommission im Dezember über den Markt von 2014 entscheidet.

Von Vanessa Scholz und Nadine Maaz

Das war's: Lolls-Abbau 2013

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