Polizei stellte gestern den Verkehrsbericht für 2009 vor

Acht Menschen starben auf unseren Straßen

Bad Hersfeld. Acht Menschen sind im vergangenen Jahr bei Unfällen auf den Straßen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg getötet worden. Das sagt der Verkehrsbericht für den Landkreis aus, der gestern bei der Polizeidirektion in Bad Hersfeld vorgestellt wurde. Danach hat sich die Zahl der Unfalltoten im Vergleich zu 2008 nicht verändert. Auch damals kamen acht Verkehrsteilnehmer bei Unfällen ums Leben.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle dagegen ist um 92 auf 2483 zurückgegangen. Erhöht hat sich die Zahl der Schwerverletzten. Sie ist um 17 auf 132 angestiegen. Bei 70 Unfällen war Alkohol im Spiel. Und neun Kraftfahrer, die im Karambolagen verwickelt waren, hatten vor Fahrtantritt Drogen konsumiert. Glücklicherweise ist bei den sogenannten Alkohol- oder Drogenunfällen kein Mensch getötet worden.

Durch vermehrte Kontrollen will die Polizei auch in Zukunft daran arbeiten, dass sich weniger Verkehrsunfälle ereignen. „Wir bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis, wenn wir überprüfen. Das machen wir nicht aus Schikane. Wir wollen damit nur die Sicherheit auf den Straßen erhöhen“, erklärt Kriminaldirektor Michael Janßen.

Als erfreulich bezeichnet es Polizeihauptkommissar Reinhold Haag vom regionalen Verkehrsdienst, dass es im vergangenen Jahr nur noch 576 statt der 631 Unfallfluchten in 2008 gegeben hat. Damit sich Unfallflucht nicht mehr lohnt, will die Polizei jetzt vermehrt mit Kraftfahrzeug-Werkstätten zusammenarbeiten, um Unfallflüchtigen auf die Schliche zu kommen.

Hauptursachen für die Unfälle im vergangenen Jahr waren laut Statistik zu geringer Abstand zum Vordermann, erhöhte Geschwindigkeit und Missachtung der Vorfahrt. Gefahrenschwerpunkte sind die B 62 zwischen Lomo-Kreuzung und Friedewald, die B 324 zwischen Bad Hersfeld und Neuenstein sowie die B 27 zwischen Bebra und Cornberg.

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Von Mario Reymond

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