Michael Roth (SPD) stimmt für Afghanistan-Mandat

Für Abzug bis 2011

Berlin. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth hat für eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan gestimmt. „Mit dem neuen Mandat des deutschen Afghanistan-Einsatzes sind die Voraussetzungen für den Abzug der deutschen Truppen ab 2011 erfüllt.“ Deshalb habe er für die Verlängerung gestimmt, so Roth in einer Pressemitteilung.

Er wisse um die Skepsis und Sorge in der Bevölkerung, aber auch in seiner eigenen Partei, betont Roth, der sich für eine wohlüberlegte Abzugsstrategie stark macht: „Wir dürfen die Menschen in Afghanistan nicht von heute auf morgen im Stich lassen. Daher werden die zivilen Mittel deutlich aufgestockt und die Ausbildung für afghanische Sicherheitskräfte ausgebaut, so dass die afghanische Regierung ab 2013 die Verantwortung für die Sicherheit des Landes selbst übernehmen kann“, so Roth.

An die Bundesregierung appelliert er, ihren Ankündigungen nun auch Taten folgen zu lassen: „Die Bundesregierung wird sich daran messen lassen müssen, ob es ihr gelingt, den Strategiewechsel auch tatsächlich voranzutreiben.“ Nur so könne Afghanistan langfristig geholfen werden.

Er sei jedoch enttäuscht, dass der zivile Wiederaufbau hinter den Erwartungen zurück geblieben sei, macht der Bundespolitiker deutlich. Daher müsse man jetzt die Anstrengungen intensivieren. (red/kai)

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