Evangelische Kreissynode beschließt Eröffnungsbilanz und Doppelhaushalt 2014/2015

Zum Abschied viele Zahlen

Bei der Abstimmung: Sowohl die Eröffnungsbilanz zum 31. Dezember 2009 als auch der Doppelhaushalt 2014/15 des Kirchenkreises Hersfeld wurden einstimmig gebilligt.

BAD HERSFELD. Solide Haushalter Gottes sollen und wollen sie sein. Aber manchmal ist das Geld-Verwalten und Geld-Ausgeben für die von den örtlichen Gemeinden in das Parlament des Kirchenkreises Hersfeld delegierten Abgeordneten gar nicht so einfach.

Zum Beispiel dann, wenn es wie bei der letzten Tagung der laufenden Wahlperiode im Bad Hersfelder Martin-Luther-Haus darum geht, die „Doppelte Buchführung in Konten (Doppik)“ endgültig auf den Weg zu bringen und die Eröffnungsbilanz des Kirchenkreises zum Stichtag 31. Dezember 2009 zu beschließen. Im Vertrauen darauf, dass das Kirchenkreisamt alles richtig zusammengestellt, das Rechnungsprüfungsamt der Landeskirche alles gründlich nachgeprüft hat und der Finanzausschuss etwaigen Zweifeln nachgegangen ist, stimmten die Synodalen nach Beantwortung letzter offener Fragen dem von Kirchenkreisamtsleiter Alexander Reitz erläuterten Werk einstimmig zu.

Damit beläuft sich die erste Bilanzsumme des Kirchenkreises auf 1 318 210,47 Euro. Sie ergibt sich auf der Aktivseite vor allem aus Geldvermögen, das für ganz bestimmte Zwecke zurückgestellt worden ist, Forderungen an das Kirchenkreisamt, das das Geldvermögen des Kirchenkreises verwaltet, und liquiden Mitteln. Auf der Passivseite bestehen entsprechende Verpflichtungen.

Den Deckel drauf

Ein noch wesentlich umfangreicheres Zahlenwerk hatten die Kreissynodalen mit dem Haushaltsplan für die Rechnungsjahre 2014 und 2015 zu bewältigen, dem sie ebenfalls einstimmig zustimmten. Er ist von einer von der Landeskirche vorgenommenen leichten Absenkung des Grundzuweisungsbetrages, einem leichten Anstieg der Bauunterhaltungszuweisungen und einer Deckelung der Personalkostenzuweisungen geprägt. Gleichzeitig hat das Kirchenkreisamt aber Personalkostensteigerungen von jährlich 3,0 Prozent eingeplant. Das führe insgesamt dazu, so KKA-Chef Reitz, dass der Kirchenkreishaushalt trotz Griffs in die derzeit etwa 180 000 Euro „schwere“ Rücklage nicht mehr ausgeglichen werden könne.

Für 2014 sei von einem Fehlbetrag von 190 Euro und für 2015 von einem von 5890 Euro auszugehen. Angesichts dessen werde der Kirchenkreis nicht umhin kommen, beim nächsten Doppelhaushalt „Umstrukturierungen“ vorzunehmen. Das gelte insbesondere für die Bereiche Bahnhofsmission und Haushaltsausgleich bei notleidenden Kirchengemeinden.

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VON WILFRIED APEL

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