Abriss nach zwölf Jahren

Unterkunft des DRK Bad Hersfeld soll Neubau der DGUV-Hochschule weichen

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Erst zwölf Jahre alt und dem Abriss geweiht: die Unterkunft des DRK-Ortsverbandes Bad Hersfeld am Seilerweg.

Bad Hersfeld. Gerade einmal zwölf Jahre ist es her, dass die DRK-Ortsvereinigung Bad Hersfeld am Seilerweg ihr neues Gebäude beziehen konnte. Jede Menge Herzblut und Eigenleistung waren in den Neubau investiert worden, der die Raumprobleme der Ehrenamtlichen mit einem Schlag beseitigte.

Jetzt soll das Vereinsheim schon wieder abgerissen werden. Hintergrund ist die geplante Erweiterung der benachbarten DGUV-Hochschule für angehende Versicherungsfachleute, die schon seit längerer Zeit nach Flächen für zusätzliche Räumlichkeiten gesucht hatte. Zunächst sollte das auf nördlich angrenzenden Wiesen in Richtung Wehneberg geschehen, doch da spielte der Eigentümer nicht mit.

Danach wurde ein Grundstück auf der gegenüber liegenden Seite des Seilerwegs oberhalb der Schrebergärten ins Auge gefasst (unsere Zeitung berichtete). Doch die nun gefundene Lösung passt noch besser: das Grundstück, auf dem jetzt noch das DRK-Heim steht, verbindet den DGUV-Parkplatz mit dem Campus. Bisher führt nur ein Trampelpfad am Waldessaum von den Pkw-Stellflächen in die Hochschule.

Möglich wurde die Verwirklichung dieser Variante erst durch den gerade begonnen Bau der neuen Rettungswache des Roten Kreuzes am Europakreisel. Dadurch wird in den Räumlichkeiten des DRK-Kreisverbandes am Seilerweg so viel Platz frei, dass der Ortsverband problemlos aufgenommen werden werden kann.

Mehr noch: Auf die ebenfalls schon angedachte Aufstockung des jetzt dem Abriss geweihten Gebäudes kann verzichtet werden. Denn auch dort war es schon wieder zu eng geworden. Trotzdem betrachte mancher beim Hersfelder DRK das absehbare Aus der Unterkunft mit Wehmut.

Eingetütet ist das Wechselspiel jedoch noch nicht: Der erforderliche Bebauungsplan befindet sich noch bis zum 26. August in der sogenannten Offenlage. Soll heißen: Wer begründete Einwände gegen das Vorhaben hat, kann sie im Technischen Rathaus in der Landecker Straße geltend machen.

Von Karl Schönholtz

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