Zwangsmaßnahme gegen Eigentümer nach dem Lullusfest

Abriss am Kirchtor steht bevor

Lösung in Sicht: Am Bad Hersfelder Kirchtor soll das baufällige Doppelhaus (rechts) abgerissen werden. Foto: Archiv

Bad Hersfeld. Nach dem Lullusfest könnte am Kirchtor in Bad Hersfeld mit der Beseitigung eines problematischen Missstandes begonnen werden. Wie Johannes van Horrick, Leiter der städtischen Bauverwaltung, bei einem Ortstermin des SPD-Stadtverbandes mitteilte, wurde mittlerweile der Zwangsabriss des baufälligen Doppelhauses neben dem griechischen Restaurant erwirkt.

Einsturzgefahr

Das seit einem Wasserschaden vor fünf Jahren einsturzgefährdete Gebäude soll nun auch gegen den Willen des Eigentümers beseitigt werden, um einem Neubau Platz zu machen. Vorgesehen ist eine Wohnbebauung, in die auch das denkmalgeschützte Torhaus integriert werden soll. Mit dessen Eigentümer ist die Stadt über einen Verkauf im Gespräch.

Der SPD-Stadtverband hatte sich bereits nach Bekanntwerden des Missstandes um Lösungen und Fortschritt im Ablauf bemüht. Schon damals habe es einen Investor und einen Architektenentwurf gegeben.

Es seien auch Zwangsmaßnahmen durch die städtische Bauaufsicht angemahnt worden. Leider sei es im weiteren Verlauf zu langwierigen Gerichtsverfahren und damit zu erheblichen Verzögerungen gekommen, heißt es in einer Stellungnahme der Sozialdemokraten. Die SPD-Politiker sind sich einig: Es ist wichtig, dass an eine so zentralen Lage wie dieser endlich etwas getan wird. Nebenan werde das Dekanat renoviert, daher würde eine Erneuerung der Gebäude am Kirchtor das gesamte Areal enorm aufwerten und einen Gewinn für die Stadt Bad Hersfeld bedeuten, meint der Verband.

Vorstellbar seien in einem mit dem Altbau verbundenen Neubau beispielsweise senioren- und behindertengerechte Wohnungen, die Menschen mit Handicap mitten in das städtische Leben bringen würden. Aber auch andere öffentliche Einrichtungen wären – zumindest im Erdgeschoss – denkbar. (red/ks)

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