Lieblingsorte: Helmut Heiderich skatet auf dem Solztalradweg

Abgeordneter mit Ausdauer

Helmut Heiderichs Lieblingsplatz ist die alte Holzbank am einstigen Halt der Kreisbahn in Lampertsfeld. Heute führt dort der Solztalradweg vorbei, für den sich der CDU-Bundestagsabgeordnete einst im Kreistag stark machte. Foto: Reymond

Lautenhausen. Ausdauernd ist Helmut Heiderich auch mit seinen 64 Jahren noch immer. Wann immer es geht, zieht der CDU-Bundestagsabgeordnete seine Laufschuhe an und joggt. Manchmal greift er auch zu den Inline-Skates. Dann rollt er auf dem Solztalradweg zwischen Schenklengsfeld und Bad Hersfeld.

Gerade für diesen Radweg hat sich Heiderich ausdauernd und mit aller Kraft eingesetzt. „Politisch wurde der Radweg im Kreistag Hersfeld-Rotenburg immer wieder von der SPD torpediert. Sie wollte ihrerseits lieber wieder Züge durch das Solztal fahren sehen“, erinnert sich Heiderich, dessen Engagement dann 1998 erhört und schließlich auch politisch umgesetzt wurde.

So intensiv sich Heiderich damals für den Solztalradweg einsetzte, so akribisch führt er dieser Tage seinen Bundestagswahlkampf. Denn für den CDU-Mann zählt nur das Direktmandat in seinem Wahlkreis. „Die Bürger müssen Heiderich die Erststimme geben. Wenn sie das nicht machen, wird es nur CDU-Abgeordnete aus Südhessen im künftigen Bundestag geben“, erklärt Heiderich.

Er führt dieses Phänomen auf die Stärke seiner CDU zurück, die bei Umfragen derzeit bis zu 15 Prozentpunkte vor der SPD geführt werde. Und aufgrund dieser Stärke dürfte es fast aussichtslos sein, über einen Listenplatz doch noch in den Bundestag zu rutschen. Doch Heiderich wäre nicht Heiderich, wenn ihn diese alles andere als rosigen Aussichten aus dem Gleichgewicht bringen würden. „Ein CDU-Kandidat hat hier bei uns zwar noch nie das Direktmandat gezogen. Aber irgendwann ist immer das erste Mal“.

Spitz auf Knopf

Persönlich geht Heiderich davon aus, dass er sich mit Michael Roth (SPD) ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern wird: „Ich glaube, es geht Spitz auf Knopf aus, und deswegen sind wir jeden Tag draußen bei den Wählern, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“

Als gewählter Abgeordneter will sich Heiderich auch künftig für den ländlichen Raum stark machen. Er habe da natürlich die wesentlich besseren Karten als ein SPD-Mann. „Auf den wird die Kanzlerin nach der Bundestagswahl sicher nicht hören“, macht Heiderich keinen Hehl daraus, welche Partei er am Abend des 22. September vorne sieht.

Über den Wahlsonntag hinaus sieht Heiderich als CDU-Bundestagsabgeordneter seine Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen Energiewende und Euro-Debatte. Doch auch für die Region soll sich seine Arbeit auszahlen.

A 44 auf der Agenda

Ganz oben auf der Agenda hat er dabei den Ausbau der A 44. „Wir haben in diesem Jahr noch einmal 12,8 Millionen Euro zu den ohnehin schon bewilligten 105 Millionen Euro hinzugeschossen. In dieser Woche ist wieder Haushaltsdebatte und da werde ich mich vehement dafür einsetzen, dass es auch 2014 weiter Geld für dieses Projekt geben wird.“ Weil die Grünen gerade die A 44 vehement ablehnten, seien sie auch keine Alternative für die CDU als Bündnispartner. „Mit denen können wir nun gar nicht.“

Von Mario Reymond

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