Helmut Heiderich (CDU) und Michael Roth (SPD) über die Papst-Rede

Die Abgeordneten waren beeindruckt

Helmut Heiderich

Hersfeld-Rotenburg. Wir wollten wissen: Wie haben die beiden Bundestagsabgeordneten aus unserer Region die Papst-Rede im Bundestag empfunden?

„Ich war von der Person des Papstes beeindruckt“, sagt CDU-Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich (Friedewald). Das Oberhaupt der katholischen Kirche sei mit 84 Jahren körperlich und geistig auf der Höhe gewesen. „Die Rede war intellektuell sehr anspruchsvoll“, berichtet Heiderich, „man musste beim Zuhören aufpassen, dass man den Faden nicht verliert.“ Es habe sich auf jeden Fall gelohnt, dem Papst zu lauschen. Es sei aus seiner Sicht „völlig daneben“, dass Abgeordnete die Rede des Papstes im Parlament nicht verfolgen wollten. Gerade als gewählter Politiker „muss man sich auch mal andere Meinungen anhören“, ist Heiderich überzeugt.

„Der Papst trat wohltuend bescheiden auf und seine Rede überraschte, weil sie eher an einen Vortrag im Hörsaal als im Plenarsaal erinnerte“, sagt SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Roth (Heringen). Der Papst habe versucht, in seiner Rede die Bedeutung des Rechts für unser gesellschaftliches Miteinander auszumessen. „Das war durchaus anspruchsvoll, aber auch beeindruckend“, berichtet Roth. Und der Appell des Kirchenoberhauptes „an uns politisch Verantwortliche, auf unser hörendes Herz zu achten und stets gegen Unrecht und für Gerechtigkeit einzutreten, findet meinen Zuspruch.“ (ach)

Kommentare