Abenteuerlich gesicherte Ladung auf A7

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Abenteuerlich: Auf der A7 entdeckte die Polizei einen Anhänger, deren Ladung über den Rand hinausragte und unzureichend gesichert war.

Bad Hersfeld. Ein ungewöhnlicher Transport von landwirtschaftlichen Geräten ist einer Streife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld am vergangenen Donnerstag aufgefallen. Ein rumänischer Kleintransporter war gegen 15 Uhr mit einem zweiachsigen Autoanhänger auf der A7 unterwegs. Auf dem Anhänger war eine Hochdruck-Strohpresse geladen.

Doch nicht allein die Masse der Presse, die die zulässige Belastung des Anhängers überforderte, machte die Beamten stutzig. „Auch die Verladung und die Ladungssicherung war sehr abenteuerlich“, beschreibt Polizeioberkommissar Michael Schenk.

Reifen als Dämpfer

Die Strohpresse war quer zur Fahrtrichtung geladen und stand mit ihren scharfkantigen Gehäuseblechen beidseitig fast einen halben Meter über die Fahrzeugbreite hinaus. Um die Maschine halbwegs gerade aufzustellen, hatten die Transporteure alte Autoreifen als Füllmaterial zwischen Ladefläche und Maschinenunterkante verwendet. 

Die Sicherung der Ladung sollte dann durch verknotete und zum Teil angerissene Zurrgurte gewährleistet werden. „Um Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer sowie für die Insassen des Kleinbusses auszuschließen, mussten wir dem Gespann die Weiterfahrt an Ort und Stelle untersagen“, schildert der Oberkommissar die Konsequenzen für den unsicheren Transport.

„Wir haben den Fahrer und seine Begleitpersonen angewiesen, ein geeignetes Ersatzfahrzeug zu besorgen.“ Erst als im Laufe der Nacht zu Freitag alle Anforderungen erfüllt waren, erlaubten die Beamten die Weiterfahrt. Gegen den Fahrer erhoben sie ein Bußgeld. (fis)

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