Kalkulierte Einnahmen aber knapp verfehlt – „Tolle Atmosphäre“

91 325 Karten für die Festspiele verkauft

Hersfeld-Rotenburg. 91 325 Besucher sind zu den 62. Bad Hersfelder Festspielen gekommen – die Auslastung aller Veranstaltungen betrug 80 Prozent. Um knapp fünf Prozent verfehlt worden sind jedoch die angepeilten 3 049 000 Euro an Einnahmen aus dem Ticketverkauf. Es wurden 2 914 000 Euro eingenommen.

 „Damit fehlen gut 135 000 Euro im Haushaltsansatz, das entspricht etwa 4000 Karten“, erklärte Bürgermeister Thomas Fehling, der gestern gemeinsam mit Intendant Holk Freytag aktuelle Zahlen vorlegte und auf das „unternehmerische Risiko“ verwies.

Gut angenommen worden sei in diesem Jahr der Onlineverkauf – 13 000 Ticktes von insgesamt 91 325 seien im Internet gebucht worden. Erstmals gab es auch eine Ticketversion zum Selbstausdrucken und eine mobile Verkaufsstation, die unter anderem auf einer Messe und in der City Galerie eingesetzt wurde.

Bei den einzelnen Stücken lag das Musical „Anatevka“ bei der Platzausnutzung mit fast 93 Prozent vorne, die meisten Plätze blieben in der Ruine bei „Der Zauberberg“ frei – siehe Hintergrund.

„Ich bin außerordentlich zufrieden mit den Festspielen“, fasste Fehling zusammen. „Wir haben mit einer kleinen Mannschaft ein außergewöhnliches Programm auf die Beine gestellt.“ Der Bürgermeister lobte alle Beteiligten von der Technik über die Schauspieler bis zur Verwaltung. Vor allem die Atmosphäre in der Stadt sei toll gewesen, betonte er mit Blick auf die Präsenz der Schaupieler und die Begeisterung der Menschen – „trotz oder gerade wegen des Regenwetters“.

Gleichwohl gebe es für die Zukunft natürlich noch etwas zu verbessern. Dem schloss sich Intendant Freytag an: „Ich bin nicht zufrieden, aber erleichtert und inspiriert für die kommende Saison.“

Die restaurierte Schildehalle soll 2013 erstmal nicht als Aufführungsort genutzt werden. Zum TaGe, die stücke, Seite 2

Von Nadine Maaz

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