Vermeintlicher Sohn forderte und erhielt Geld

91-Jährige Opfer eines Schockanrufs

Bad Hersfeld. Opfer eines Schockanrufers ist am Freitagvormittag eine 91-jährige Bad Hersfelderin geworden. Darüber informierte die Tochter der aus der ehemaligen Sowjetunion stammenden Frau die Polizei in Bad Hersfeld. Die wurde offenbar gegen 10 Uhr von einem Mann angerufen, der vorgab, ihr Sohn zu sein. Er behauptete, in Litauen zu sein und in einem Geschäft versehentlich ein kleines Mädchen angerempelt zu haben, das dann so unglücklich stürzte, dass es eine schwere Schädelverletzung davontrug. Er müsse nun, so sagte der angebliche Sohn, schnell 25 000 Euro für eine Operation und einen Rechtsanwalt besorgen.

6000 Euro übergeben

Der Anrufer bat darum, dass die 91-Jährige alles Geld einem Mann übergeben sollte, der gleich bei ihr vorbeikommen würde. Noch während des Telefonates klingelte der Abholer an der Haustür. Die alte Dame übergab ihm 6000 Euro in bar. Das Geld hatte sie als Sterbegeld zu Hause aufbewahrt.

Polizei sucht Geldabholer

Der Geldabholer soll etwa 50 Jahre alt gewesen sein, etwa 1,70 Meter groß und von kräftiger Statur. Die Polizei fragt nun, wer am Freitagmorgen eine verdächtige Person im Stadtteil Petersberg beobachtet hat. Die Beamten haben sofort nach dem Anruf der Tochter die Fahndung eingeleitet.

Hinweise erbittet die Polizei unter Telefon 06621/9320 oder im Internet unter www.polizei.hessen.de - Onlinewache. (zac)

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