Trickbetrügereien beschäftigen Polizei

86-Jähriger zahlt nach Bitte um Hilfe

BAD HERSFELD/FULDA. In verschiedenen Variationen hat der sogenannte Enkeltrick in den vergangenen Tagen wieder einmal die osthessische Polizei beschäftigt. In einem Fall in Bad Hersfeld wurde ein 86-jähriger Rentner Opfer. Der ältere Herr zahlte 10 000 Euro, berichtet Polizeipressespracher Manfred Knoch.

Das Opfer war bereits am Donnerstagnachmittag, 14. März, gegen 14.15 Uhr, von einem anderen Mann angerufen worden. Dieser gab sich als ehemaliger Arbeitskollege aus und gab an in einer finanziellen Notlage zu sein. Er sei bei einem Rechtsanwalt in Fulda und bräuchte kurzfristig Geld zum Kauf einer Eigentumswohnung. Der 86-jährige sagte 10 000 Euro zu, ging zu seinem Geldinstitut und hob das Geld von seinem Konto ab. Kurze Zeit später klingelte eine angebliche Frau Schneider an der Tür und der Rentner übergab das Geld.

Danach meldete sich der Anrufer noch einmal. Er wolle vorbeikommen und die Bankverbindung des Rentners erfragen, damit er das Geld in den nächsten Tagen zurück überweisen könne. Natürlich kam niemand. Am Freitagvormittag informierte der Rentner schließlich die Polizei.

Die Geldabholerin, die angebliche Frau Schneider wird wie folgt beschrieben: 20 bis 25 Jahre alt, schlanke Gestalt. Sie trug eine zerschlissene Jeans. Sie war ca. 1,65 bis 1,70 Meter groß. Lokalseite 2

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